Dresden - Zum Glück ging es diesmal in die Hose: Eine falsche Staatsanwältin brachte zwischen Juni und September 2025 nicht nur in Sachsen Senioren um ihr Erspartes. Doch nachdem der Betrug in Dresden erkannt wurde, wurde der polnische Geldabholer (20) in Plauen verhaftet. Nun hat die Staatsanwaltschaft Dresden Anklage gegen ihn erhoben.
Erleichterung im Vogtland: Die Tochter habe ein Kind totgefahren, um eine Haft abzuwenden, müsse Geld bezahlt werden, meinte eine vermeintliche Staatsanwältin.
Kurz darauf kam der Pole vorbei, nahm 11.100 Euro und Schmuck mit. Doch er kam nicht weit: Noch in Tatortnähe schnappte ihn die Polizei, seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.
Denn was der mutmaßliche Kurier nicht wusste: Nachdem eine Seniorin (85) in Dresden die Masche erkannt hatte und nicht auf den Betrug einging, stand er bei der Polizei unter Überwachung.
Und so bekam nicht nur die Plauenerin ihre Ersparnisse zurück, sondern die Ermittler fanden noch weitere Abholaktionen heraus: Auch in Bühl, Schüttorf und Nienhagen soll er Geld abgeholt haben, 634 .000 Euro insgesamt.
Teilweise hat er die Taten bereits gestanden, soll sich nun demnächst vor dem Dresdner Landgericht unter anderem wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs in sechs Fällen verantworten.