Tochter 164-mal missbraucht: Tränen-Geständnis des Vaters

Dresden - Er weinte. Er gestand. Aber eine Erklärung hatte er nicht. "Ich verstehe einfach nicht, warum ich das getan habe", sagte Marco D. (33) zum Prozessauftakt im Landgericht Dresden. Der gebürtige Portugiese hat laut Anklage seine eigene Tochter (heute 12 Jahre alt) 164-mal missbraucht.

Unter Tränen gestand Marco D. (33) seine scheußlichen Taten vor Gericht.
Unter Tränen gestand Marco D. (33) seine scheußlichen Taten vor Gericht.  © Peter Schulze

"Es passierte, wenn ich mit ihr allein zu Hause war oder die Mutter schlief", so Marco Manuel. Laut Anklage hatte der Vater das Kind, das beim ersten Mal neun Jahre jung war, auch vergewaltigt. Das aber bestritt er.

Der dreifache Vater stellte sich im Mai selbst und sitzt seither in U-Haft. Das Mädchen hatte sich zuvor seiner Mutter offenbart, die gesamte Familie stellte ihn daraufhin zur Rede.

"Ich wünschte, ich hätte das nie getan", so der Angeklagte. "Ich habe mich nie zu Kindern hingezogen gefühlt."

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Allerdings begannen die Fälle zu einer Zeit, in der seine erneut schwangere Lebensgefährtin ihn zum wiederholten Mal betrogen hätte. Eine Trennung sei für ihn jedoch nie eine Option gewesen.

"Aber das ist doch auch kein Grund für solche Taten", sprach Marco Manuel mehr zu sich selbst als zum Gericht. "Ich wollte doch nie, dass meine Tochter leidet..." Das Urteil folgt.

Titelfoto: Peter Schulze

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