Trinker fühlte sich von der Polizei "gestört": Sven, der Schrecken von Löbtau, verurteilt

Dresden - Er trinkt nach eigener Aussage nur, wenn es "nicht gut läuft". Dann allerdings kippt Sven D. (37) mächtig viel Bier und wird unfassbar ausfallend. Deshalb landete der gelernte Beikoch jetzt vorm Amtsrichter.

Sven D. (37) wurde nach etlichen Bieren immer mächtig ausfällig.
Sven D. (37) wurde nach etlichen Bieren immer mächtig ausfällig.  © Peter Schulze

Er wurde regelrecht zum Schrecken von Löbtau. So rief der Sicherheitsdienst vom Einkaufscentrum Kesselsdorfer Straße den Rettungswagen, weil Sven betrunken und zudem am Kopf verletzt war. 

Doch die Retter mussten noch die Polizei alarmieren, weil Sven pöbelte und randalierte. Ein andermal prügelte er am Amalie-Dietrich-Platz einen Kumpel ohne Vorwarnung von der Bank und trat dem am Boden liegenden in den Bauch.

An der Huschhalle an der Tharandter Straße trank Sven bevorzugt, duldete offenbar keinerlei Störung. 

Als die Polizei auf der anderen Straßenseite Personalien kontrollierte, pöbelte er, warf eine Flasche nach den Beamten. Das Geschoss zertrümmerte die Scheibe des Polizeiwagens. 

An einem anderen Tag nahmen die Ordnungshüter an der Kreuzung vor der Kneipe einen Unfall auf. Wieder rannte der Trinker auf die Beamten zu, beschimpfte sie und schleuderte eine Bierflasche nach ihnen.

An der Huschhalle von Löbtau ließ sich der Trinker nur ungern beim Zechen stören.
An der Huschhalle von Löbtau ließ sich der Trinker nur ungern beim Zechen stören.  © Peter Schulze

"An viel erinnere ich mich nicht", so der geständige Angeklagte, der inzwischen eine Therapie macht, kleinlaut. "Aber wenn man das alles so hört, ist es erschreckend." Der Richter bestätigte die Einschätzung: "Sie sind eine tickende Zeitbombe, wenn Sie getrunken haben!" Sven D. bekam ein Jahr Haft. Die Strafe wurde aber zur Bewährung ausgesetzt, damit er die Therapie fortsetzen kann.

Titelfoto: Peter Schulze

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