Dresden - Das war ein teurer Gefallen: Für ihren Ehemann bezahlte Helena D. (43) siebenmal ein Schmerzmittel. Nun sind die beiden in Scheidung und die promovierte Mathematikerin steht wegen des Handels mit verschreibungspflichtigen Medikamenten vor dem Dresdner Amtsgericht.
Das Schmerz- und Beruhigungsmittel Pregabalin hilft Menschen mit Angstzuständen oder Nervenleiden, wird aber auch als Droge illegal verkauft. Genau das warf die Staatsanwaltschaft Helena D. vor.
Mit ihrem Ehemann soll sie zwischen April und August 2024 siebenmal Pregabalin bei einem Dealer gekauft haben. Insgesamt 1575 Euro gingen dafür vom Konto der Dresdnerin ab.
Helena D. hatte in Dresden Mathematik studiert, hier promoviert, anschließend im Ausland gearbeitet und ist seit ihrer Rückkehr hier als Software-Entwicklerin tätig. Ihren Mann lernte sie im Sommer 2023 kennen, 2025 heirateten sie.
Doch dieser klagte über eine Kriegsverletzung und darüber, dass das Pregabalin dafür in Deutschland so teuer wäre. So sei es dann zu den Bestellungen über einen Griechen gekommen. Doch schon der Mann kassierte eine Bewährungsstrafe, denn der Richter glaubte ihm nicht, dass die Mengen an Medikamenten nur für den Eigenbedarf bestimmt wären.
Mehr Gnade sah das Gericht bei Helena D. und stellte das Verfahren wegen geringer Schuld gegen die Zahlung von 5000 Euro ein.