Prozess um tödlichen Methadon-Drink: Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Freiheitsstrafe

Hamburg - In einem Prozess wegen gemeinschaftlichen Mordes und Raubes mit Todesfolge hat die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht Hamburg für alle drei Angeklagten eine lebenslange Freiheitsstrafe gefordert.

Die Verteidiger plädierten auf Freispruch. (Symbolbild)
Die Verteidiger plädierten auf Freispruch. (Symbolbild)  © Christian Charisius/dpa

Das teilte die Gerichtspressestelle am Montag mit. Die Verteidiger plädierten auf Freispruch. Das Urteil könnte am 5. März gesprochen werden.

Die Angeklagten sollen in der Nacht zum 14. April 2023 gemeinschaftlich und aus Habgier einem 39-jährigen Mann heimlich Methadon verabreicht haben, wie die Staatsanwältin beim Beginn des Prozesses gesagt hatte. Ziel sei gewesen, das Opfer zu berauben.

Die Männer, zum Prozessauftakt im Dezember 41, 38 und 26 Jahre alt, sollen am Abend des 13. April in der Wohnung eines der Angeklagten gemeinsam mit dem 39-Jährigen Alkohol getrunken und Kokain konsumiert haben. Ohne sein Wissen sollen sie ihm dann Methadon in das Getränk gemischt haben. Laut Anklage starb er an einer Überdosis.

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Die Angeklagten - ein Serbe, ein Syrer und ein Deutscher - sollen dann seine Armbanduhr und Bargeld in unbestimmter Höhe gestohlen haben.

Außerdem sollen die Männer in die Wohnung des Toten eingedrungen sein und dort Gegenstände gestohlen haben.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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