Irrfahrt von Gießen mit Verletzten: 33-Jähriger kommt vor Gericht - das fordert die Staatsanwaltschaft

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Von Christine Schultze

Gießen - Gut acht Monate nach der Irrfahrt mit Verletzten in der Gießener Innenstadt beginnt an diesem Mittwoch (13.30 Uhr) die Hauptverhandlung gegen einen 33-jährigen Mann vor dem Landgericht Gießen.

Die Chaos-Fahrt von Gießen ereignete sich am 22. Dezember 2025.
Die Chaos-Fahrt von Gießen ereignete sich am 22. Dezember 2025.  © Sascha Ditscher/dpa

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass eine akute Psychose die Tat ausgelöst haben dürfte, und will den Mann dauerhaft in einer Psychiatrie unterbringen lassen.

Sie hatte eine entsprechende Antragsschrift im Sicherungsverfahren beim Landgericht eingereicht.

Dem Beschuldigten werden versuchter Mord, gefährliche Körperverletzung und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr zur Last gelegt.

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Am Abend des 22. Dezembers 2025 soll der nicht vorbestrafte Mann zunächst in seinem Auto mit einem anderen Fahrzeug zusammengestoßen sein.

Danach soll er auf die Gegenspur gewechselt und mit erhöhter Geschwindigkeit gezielt auf einen geparkten Wagen aufgefahren sein, der durch den Aufprall in Richtung einer Bushaltestelle geschleudert wurde. 

Staatsanwaltschaft: Tod einer Passantin billigend in Kauf genommen

Dort soll das Auto eine Passantin erfasst haben, die schwer verletzt wurde. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der heute 33-Jährige ihren Tod zumindest billigend in Kauf genommen habe.

Danach soll der Mann teils über den Gehweg weitergefahren sein und zwei weitere Menschen leicht verletzt haben. Nachdem er noch gegen ein geparktes Auto geprallt sein soll, wurde er schließlich festgenommen.

Titelfoto: Sascha Ditscher/dpa

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