Kunden waren verwirrt: Telekom kriegt für Netzanzeige juristische Ohrfeige

Von Helge Toben

Köln/Bonn - Das Landgericht Köln hat der Telekom juristisch verboten, die Netzanzeige "telekom.de" auf den Handybildschirmen der Kunden durch einen Werbeslogan zu ersetzen.

Die einst raffinierte Idee der Telekom ist dem Unternehmen nun juristisch auf die Füße gefallen. (Symbolfoto)  © Oliver Berg/dpa

Wie der Bundesverband der Verbraucherzentralen mitteilte, hatte der Mobilfunkanbieter im Januar dieses Jahres bei vielen Kunden im Rahmen einer Werbekampagne die gewohnte Netzkennung durch den Werbeslogan "Im besten Netz" ersetzt.

Die Verbraucherschützer sahen darin eine unlautere Werbeaktion und verklagten die Telekom Deutschland GmbH.

Das Gericht gab dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) recht. Die Werbegestaltung der Telekom sei eine "unzumutbare Belästigung von Marktteilnehmern", heißt es im Urteilstext.

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Das Urteil ist laut vzbv nicht rechtskräftig. Die Telekom hat nach Angaben des Verbandes Berufung zum OLG Köln eingelegt.

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"Die Telekom hat die Netzkennung als Werbeplattform missbraucht und dadurch viele Verbrauchende belästigt. Einige waren verunsichert und haben sich gefragt, ob etwas mit dem Netz oder ihrem Handy nicht stimmt", erklärte Jana Brockfeld von der vzbv-Abteilung Rechtsdurchsetzung laut der Mitteilung.

Die Werbung sei Kundinnen und Kunden auf dem Display ihres Smartphones aufgezwungen worden, "sie ließ sich nicht einmal deaktivieren".

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