Falschaussagen zum OEZ-Anschlag: Zeuge belastet Ex-Frau, jetzt muss er vor Gericht

Von Britta Schultejans und Malin Wunderlich

München - Zehn Jahre nach dem rassistischen Anschlag am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) in München mit neun Todesopfern beschäftigt der Fall noch einmal die Justiz. 

Ein Denkmal am OEZ erinnert an die neun Opfer des rassistischen Anschlags vom 22. Juli 2016.  © Tobias Hase/dpa

Am Amtsgericht München beginnt am Freitag ein Prozess gegen einen früheren Zeugen. Diesem wird vorgeworfen, im Verfahren gegen den Mann falsch ausgesagt zu haben, der dem Attentäter die Tatwaffe im Darknet verkaufte. 

Er soll in seiner Aussage vor Gericht beispielsweise seine Ex-Frau zu Unrecht beschuldigt haben, sie habe von den Anschlagsplänen gewusst.

Weil der Mann gegen einen Strafbefehl des Amtsgerichts Einspruch eingelegt hat, kommt es nun zum Prozess.

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Bei dem Anschlag in München hatte ein 18 Jahre alter Rechtsextremist am 22. Juli 2016 neun Menschen und sich selbst getötet. Zahlreiche Menschen wurden verletzt. Der Waffenhändler wurde 2018 zu sieben Jahren Haft verurteilt.

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