Knast wegen Maskottchen-Prank? So reagiert YouTuber Marvin Wildhage vor Gericht

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Von Elke Richter

München - Weil er sich als Fake-Maskottchen beim Eröffnungsspiel der Fußball-Europameisterschaft ins Münchner Stadion geschmuggelt hat, steht YouTuber Marvin Wildhage (29) am Mittwoch vor Gericht.

Das gefälschte Maskottchen-Kostüm, mit dem sich Marvin Wildhage (29, r.) Zugang zum Stadion verschafft hatte, steht bei der Staatsanwaltschaft München I.
Das gefälschte Maskottchen-Kostüm, mit dem sich Marvin Wildhage (29, r.) Zugang zum Stadion verschafft hatte, steht bei der Staatsanwaltschaft München I.  © Bildmontage: Britta Schultejans/dpa, Rolf Vennenbernd/dpa

Er muss sich wegen Urkundenfälschung und Erschleichen von Leistungen verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft Wildhage vor, sich im Juni 2024 beim EM-Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Schottland dank eines gefälschten Kostüms und gefälschter Akkreditierungen ohne Berechtigung direkt am Spielfeld – und teils auch darauf – aufgehalten zu haben. 

Er selbst verteidigt die Aktion vor Gericht als investigativen Journalismus verteidigt. "Ich sehe es als meine Aufgabe, auf Missstände aufmerksam zu machen, sie in die Öffentlichkeit zu tragen", sagte er zu Beginn seines Prozesses.

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Gegen einen entsprechenden Strafbefehl hatte der für seine "Pranks" (Streiche) bekannte Influencer Einspruch eingelegt.

Deshalb kommt es nun vor dem Amtsgericht München zur Hauptverhandlung.

Marvin Wildhage veröffentlich Video zur Aktion bei EM-Eröffnungsspiel

Marvin Wildhage vor Gericht in München: "Aufgabe, auf Missstände aufmerksam zu machen"

Der YouTuber Marvin Wildhage, der sich 2024 in einem gefälschten Maskottchen-Kostüm in das Eröffnungsspiel der Fußball-EM in München schmuggelte, sitzt im Gericht.
Der YouTuber Marvin Wildhage, der sich 2024 in einem gefälschten Maskottchen-Kostüm in das Eröffnungsspiel der Fußball-EM in München schmuggelte, sitzt im Gericht.  © Malin Wunderlich/dpa

"Mein Ziel war es zu überprüfen, ob dieses Sicherheitskonzept so standhält", sagte Wildhage nun vor Gericht.

"Als wir auf dieses Stadion zugefahren sind, hatte ich ehrlicherweise die Hoffnung, dass es nicht klappt." Nach seiner Einlassung zogen sich die Verfahrensbeteiligten zu einem Rechtsgespräch zurück.

Die akribischen Vorbereitungen und die Geschehnisse am Eröffnungstag der EM selbst hat Wildhage in einem Video festgehalten, das inzwischen mehr als 3,1 Millionen Mal angesehen wurde.

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Nun droht ihm für seine Aktion eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe – die zuständige Richterin hat nach Angaben eines Gerichtssprechers im konkreten Fall eine Strafkompetenz bis zu zwei Jahren Haft.

Erstmeldung 6.49 Uhr, zuletzt aktualisiert 10.38 Uhr

Titelfoto: Bildmontage: Britta Schultejans/dpa, Rolf Vennenbernd/dpa

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