Regensburger Ex-OB Wolbergs zu Haftstrafe verurteilt
Von Ute Wessels
München - Der frühere Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs (55) ist zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden.
Davon gelten vier Monate als vollstreckt. Das Landgericht München I sprach ihn der Vorteilsnahme schuldig.
Hintergrund des Prozesses war der Kommunalwahlkampf 2014. Im Kern ging es um die Frage, ob Wolbergs wusste, dass ein Unternehmer ihn mit Parteispenden mit Blick auf künftige Bauprojekte in Regensburg gewogen machen wollte. Wolbergs wies dies zurück.
Die Staatsanwaltschaft sah das anders und plädierte auf zweieinhalb Jahre Haft für neun Fälle der Vorteilsnahme. Die Verteidigung forderte Freispruch und im Fall einer Verurteilung eine Bewährungsstrafe.
Der Prozess vor dem Landgericht München I ist eine teilweise Neuverhandlung des zehnmonatigen Verfahrens vor dem Landgericht Regensburg in den Jahren 2018/19. Damals wurde der Kommunalpolitiker wegen zweier Fälle der Vorteilsnahme verurteilt, blieb aber straffrei.
Titelfoto: Armin Weigel/dpa