München - Der Prozess gegen Yasin Mohamed (35) vor dem Amtsgericht München ist zu Ende. Nach der Anzeige von Sophie Imelmann (30) warf die Staatsanwaltschaft dem "Love Island V.I.P."-Kandidaten Vergewaltigung vor. So urteilte das Schöffengericht.
An einem turbulenten letzten Prozesstag wurde Yasin am Mittwoch zu einem Jahr und acht Monaten auf Bewährung verurteilt. Letztlich sah das Gericht den Tatvorwurf der Vergewaltigung als erfüllt an.
Es folgt damit den Schilderungen von Sophie und dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft. Die hatte betont, dass Sophies Aussagen zur Nacht im Hotel in Griechenland über Monate hinweg konstant geblieben waren: Sie wollte keinen Sex, machte dies deutlich und er habe sich zweimal darüber hinweggesetzt.
Yasin hätte sich hingegen in seinen Aussagen widersprochen und teils unterschiedliche Abläufe der Nacht geschildert, so die Staatsanwaltschaft. Das "Nein" habe er wahrgenommen und verstanden, erklärte die Richterin.
Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten gefordert, während die Verteidigung auf Freispruch plädiert hatte.
Zu Gunsten Yasins legte das Gericht aus, dass er nicht vorbestraft sei. Zudem habe er sich zu einem klärenden Gespräch bereit erklärt. Die Vorsitzende sprach von einer "untypischen Vergewaltigung", passte das Strafmaß dahingehend an und setzte eine Bewährungszeit auf drei Jahre an. Yasin bekam zudem die Auflage, 200 Stunden Sozialarbeit zu leisten.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.