Babyfon filmt alles mit: Sohn misshandelt pflegebedürftige Mutter, am nächsten Morgen ist sie tot

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Von Janet Binder

Verden - Ein 66 Jahre alter Mann hat seine pflegebedürftige Mutter derart körperlich misshandelt, dass sie an den Folgen starb.

Der Angeklagte Anfang Mai 2026 beim Prozessbeginn im Gerichtssaal vom Landgericht Verden.
Der Angeklagte Anfang Mai 2026 beim Prozessbeginn im Gerichtssaal vom Landgericht Verden.  © Sina Schuldt/dpa

Das Landgericht Verden (Niedersachsen) verurteilte den Mann für diese Tat zu viereinhalb Jahren Haft.

Da er im April 2025 bereits wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen und des Herstellens von Kinderpornografie zu dreieinhalb Jahren verurteilt worden war, sprach die Vorsitzende Richterin eine Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren aus. 

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Gesamtstrafe von sieben Jahren Haft, die Verteidigung eine von weniger als fünf Jahren beantragt.

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Das Landgericht sah es als erwiesen an, dass der Deutsche die gebrechliche Frau im Juli 2024 in ihrer Wohnung in Oyten vorsätzlich mehrfach grob in ihr Bett schubste.

Als die 89-Jährige schließlich gelegen habe, habe der Angeklagte sie trotz ihrer gekrümmten Wirbelsäule aufs Bett gedrückt, um sie in eine gerade Position zu bringen.

Misshandlung von Mutter: Enkeltöchter hatten Babyfon aufgestellt

Die Tat wurde von einem Babyfon auf dem Nachttisch gefilmt, das die Enkeltöchter aufgestellt hatten. 

Die Frau erlitt eine Rückenmarksverletzung und einen Wirbelsäulenbruch. In der Folge hatte sie einen Kreislaufkollaps. Am nächsten Morgen fand der Pflegedienst sie tot in ihrem Bett.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Titelfoto: Sina Schuldt/dpa

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