Bundesagentur gibt grünes Licht: Galeria-Mitarbeiter erhalten Insolvenzgeld
Von Christian Rothenberg
Düsseldorf - Gute Nachrichten für die Mitarbeiter der Warenhauskette Galeria: Sie erhalten Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit. Damit sind die Gehälter für Oktober, November und Dezember gesichert. Insgesamt geht es um 9650 Beschäftigte.
"Nach intensiver Prüfung des komplexen Sachverhalts besteht aufgrund der geltenden Gesetzeslage dem Grunde nach ein Anspruch auf Insolvenzgeld", sagte ein Behördensprecher gegenüber der deutschen Presseagentur (dpa).
Galeria beschäftigt derzeit 11.250 Menschen. Für einen Teil, etwa die Gastronomie- und Lebensmittelsparte, läuft allerdings ein separates Insolvenzverfahren.
Der vorläufige Insolvenzverwalter Frank Kebekus begrüßte die Entscheidung. Sie sei eine wichtige Voraussetzung, um den Betrieb in den kommenden Monaten zu sichern. Man habe Vereinbarungen mit Lieferanten und Finanzierungspartnern getroffen, damit Galeria für das wichtige Weihnachtsgeschäft "stabil aufgestellt" sei.
Auch die Gewerkschaft Verdi zeigte sich erleichtert. Nun gehe es darum, die Zukunft des Warenhauses zu sichern und langfristig Arbeitsplätze zu erhalten. Dafür brauche es ein tragfähiges Zukunftskonzept, an dem auch die Beschäftigten beteiligt werden.
Galeria erneut insolvent
Am 2. Oktober hatte Galeria beim Amtsgericht Düsseldorf wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenz angemeldet - zum vierten Mal innerhalb von sechs Jahren. Das Gericht ordnete daraufhin ein vorläufiges Insolvenzverfahren an. Der Betrieb in den 83 Filialen läuft vorerst weiter. Ob und welche Standorte schließen müssen, ist noch offen.
Das Insolvenzgeld entspricht in der Regel dem Nettolohn und wird für maximal drei Monate gezahlt.
Titelfoto: Sina Schuldt/dpa
