Mann stirbt nach Wodka-Besäufnis: Vier Jahre Haft für mutmaßlichen Totschläger!

Düsseldorf - Zehn Monate nach dem Tod eines 62-jährigen Mannes nach einem Trinkgelage hat das Landgericht Düsseldorf dessen Mitbewohner zu vier Jahren Haft verurteilt.

Nach Auffassung des Gerichts war der 48-jährige Angeklagte zum Tatzeitpunkt vermindert schuldfähig. (Symbolbild)
Nach Auffassung des Gerichts war der 48-jährige Angeklagte zum Tatzeitpunkt vermindert schuldfähig. (Symbolbild)  © Picture Alliance/Uli Deck/dpa

Der 48-jährige Angeklagte habe Mitte Juli vergangenen Jahres mehrfach auf seinen Mitbewohner eingeprügelt und eingetreten, zeigte sich die Strafkammer überzeugt und sprach ihn wegen versuchten Totschlags schuldig.

Der 48-Jährige habe dabei tödliche Verletzungen zumindest in Kauf genommen. Dieser hatte im Prozess erklärt, dass es damals nach erheblichem Wodka-Konsum zwischen ihm und dem Mitbewohner zum Streit gekommen sei. Er habe gedacht, der 62-Jährige habe ihm Geld gestohlen. Er habe ihn auch geschlagen.

Elf Tage nach dem Trinkgelage war der 62-Jährige im Universitätsklinikums Düsseldorf an den Folgen einer schweren Hirnschädigung gestorben. Ob die Schläge und Tritte des Angeklagten dafür tatsächlich die Ursache waren, konnte aber nicht sicher festgestellt werden.

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Nach Auffassung des Gerichts war der Angeklagte zum Tatzeitpunkt vermindert schuldfähig.

Das Urteil ist nach Gerichtsangaben rechtskräftig.

Titelfoto: Picture Alliance/Uli Deck/dpa

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