Thermomix-Bande wegen Betrug vor Gericht: Anführer griff nach Beschwerden zu krassen Mitteln

Mönchengladbach - Vor dem Landgericht Mönchengladbach beginnt an diesem Donnerstag (9.15 Uhr) ein Prozess um den großangelegten Betrug mit Thermomix-Geräten.

Die geprellten Käufer hatten für die Küchenmaschinen je nach Angebot zwischen 250 und 850 Euro überwiesen. (Symbolbild)
Die geprellten Käufer hatten für die Küchenmaschinen je nach Angebot zwischen 250 und 850 Euro überwiesen. (Symbolbild)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Angeklagt sind vier Männer im Alter von 21 bis 28 Jahren. Ihnen wird gewerbsmäßiger Bandenbetrug vorgeworfen.

Zwischen September 2020 und März 2022 sollen sie online Thermomix-Geräte zum Verkauf angeboten, diese aber nie geliefert haben. Die geprellten Käufer hatten für die Küchenmaschine je nach Angebot zwischen 250 und 850 Euro überwiesen. Über die verschiedenen Kontoverbindungen waren die Ermittler der Bande auf die Spur gekommen.

Als Kopf der Bande gilt der älteste Angeklagte. Der 28-Jährige soll mit zwei Mitangeklagten zudem einen geprellten Kunden in dessen Mönchengladbacher Wohnung überfallen, beraubt und verprügelt haben.

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Eine Frau, die ihn wegen Betrugs angezeigt hatte, soll er massiv eingeschüchtert haben. Zudem soll er ein Fake-Profil der betrogenen Kundin erstellt und auf einem Portal für Prostitution eingestellt haben.

Für den Prozess sind bis Ende Mai insgesamt zehn Verhandlungstage angesetzt.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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