Mit Peitsche, Schocks und Schrotflinte: Männer quälen zwei Kinder auf grausamste Weise

Pirmasens - Zwei Männer sollen zwei Kinder misshandelt und die Taten als "Tage des Schmerzes" bezeichnet haben. Nun stehen sie vor Gericht. Die Mutter der Kleinen soll vom Geschehen gewusst haben.

Die Männer bezeichneten ihre brutalen Misshandlungen der beiden Kinder als "Tage des Schmerzes".
Die Männer bezeichneten ihre brutalen Misshandlungen der beiden Kinder als "Tage des Schmerzes".  © 123rf/exopixel

Seit dem heutigen Dienstag stehen die Männer unter anderem wegen des Vorwurfs der Körperverletzung in Pirmasens (Rheinland-Pfalz) vor Gericht.

Die Verhandlung habe wie geplant begonnen, teilte eine Justizsprecherin mit. Geladen waren unter anderem Zeugen der Anklage. Die Männer sollen die beiden Minderjährigen wiederholt zum Beispiel mit Elektroschocks gequält und mit Peitschen geschlagen haben.

Bei einem der Angeklagten handelt es sich den Angaben zufolge um den ehemaligen Lebensgefährten der Mutter. Der andere Angeklagte ist demnach dessen Nachbar.

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Die Männer sollen die beiden Kinder zwischen dem 7. Mai 2022 und dem 7. Mai 2023 misshandelt haben. Die beiden Opfer waren zu den mutmaßlichen Tatzeitpunkten laut Gericht acht beziehungsweise neun Jahre alt.

Der Staatsanwaltschaft zufolge war die Mutter berufstätig und überließ das Mädchen und den Jungen in der Obhut der Angeklagten. Sie soll vom Tatgeschehen gewusst haben, ohne etwas dagegen zu unternehmen.

Anklage beschreibt schockierende Details

Zu den schrecklichen Details gehört, dass einem der Kinder mit einem Schrotgewehr ins Knie geschossen worden sein soll. Eines der Kinder soll zudem bis zur Ohnmacht gewürgt worden sein. Die Männer hätten die Kleinen auch dazu gezwungen, eine lebende Spinne und Mehlwürmer zu essen.

Die Angeklagten waren zu Beginn des mutmaßlichen Tatzeitraums 27 und 22 Jahre alt. Sie sollen das Quälen der Anklage zufolge als "Tage des Schmerzes" bezeichnet haben.

Für den Prozess war der Sprecherin zufolge zunächst ein Fortsetzungstermin am 20. Februar geplant.

Titelfoto: 123rf/exopixel

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