Horror-Anklage an Amtsgericht: Erzgebirger soll Zwölfjährige missbraucht haben
Aue-Bad Schlema - Laut Staatsanwaltschaft führten Peter S. (38) und seine Freundin eine Beziehung. Das Problem: Das Mädchen war zu diesem Zeitpunkt minderjährig. Zudem soll der Mann sie vergewaltigt haben. Beim Prozessauftakt am Mittwoch wies der Angeklagte die Vorwürfe zurück.
Laut Anklage war sie erst zwölf, als der damals 24-Jährige sie zum ersten Mal missbrauchte. So soll es unzählige Male zwischen Peter S. und dem Mädchen zu Geschlechtsverkehr gekommen sein.
Als wäre dies noch nicht schlimm genug, soll er sie Jahre später sogar betrunken gemacht und ihr einen Gegenstand eingeführt haben - worauf der zu diesem Zeitpunkt 15 bis 16 Jahre alte Teenager Schmerzen erlitt.
Während der Verhandlung am Amtsgericht Aue-Bad Schlema (Erzgebirgskreis) bestritt Peter S. die Anklagepunkte.
Zwar habe er oftmals mit dem Mädchen Kontakt gehabt - sie wären sich öfter auf Partys begegnet. Allerdings soll es dabei nie zu Sex gekommen sein. "Weil sie zu jung war", so der Angeklagte. Überdies sei er gleichzeitig in einer anderen Beziehung gewesen.
Opfer lebt nun mit Frau zusammen
Die mittlerweile 26 Jahre alte Geschädigte sagte ebenfalls aus. Sie beschreibt, dass sie damals verliebt waren und oft miteinander geschlafen hätten. Die Vergewaltigung, bei der Peter S. ihr einen Gegenstand eingeführt haben soll, habe sie nicht verkraftet. Seitdem lebt sie mit einer Frau zusammen: "Mit einem Mann - das kann ich nicht mehr", so das Opfer.
Während einige Zeugen aussagten, dass sie keine Kenntnis von der angeblichen Beziehung hatten, wird der Prozess auf den 16. Oktober vertagt. Dann soll die damalige Lebensgefährtin des Angeklagten gehört werden.
Titelfoto: Kristin Schmidt
