Bautzen - Wie im Film: Vor über zwei Jahren soll Kai M. (34) eine Frau betäubt, in sein Auto gezerrt und in ein Waldstück gefahren haben. Doch vor Gericht schweigt der Taxifahrer, auch das mutmaßliche Opfer erschien nicht vor dem Bautzner Amtsgericht.
Dramatische Szenen müssen sich am 9. Juli 2024 in Kleinwelka abgespielt haben: Laut Staatsanwaltschaft soll Kai M. mit einem Audi irgendwann zwischen 9.40 und 10.20 Uhr auf Aline P. zugerast sein, sodass sie sich nur durch einen Sprung zur Seite habe retten können.
Mehrfach, so die Anklage, habe er auf sie eingeschlagen und versucht, sie ins Auto zu ziehen.
Doch die Frau wehrte sich, deshalb soll er ein Tuch aus dem Kofferraum geholt, ihr vor das Gesicht gehalten und sie so betäubt haben. Danach soll er mit ihr auf dem Beifahrersitz in ein Waldstück nach Großdubrau gefahren sein. Er werde sie dort begraben, soll er gedroht haben.
Nicht der einzige Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Der Taxifahrer soll am 8. Oktober 2023 seinem Hund "Rommel" zwei lebendige Meerschweinchen zur Beute vorgeworfen haben, am 16. Dezember 2023 ein Zwergkaninchen und ein weiteres Meerschweinchen.
Die Tiere seien dabei mehrfach gebissen und verletzt worden.
Angeklagter schweigt, Opfer erscheint nicht vor Gericht
Zwischenzeitlich durfte Kai M. keine Tiere mehr halten, der Hund wurde ihm abgenommen.
Der polizeibekannte Mann schweigt zu allen Vorwürfen, aber auch Aline P. kam nicht zur Verhandlung. Auch eine Vorführung durch die Polizei funktionierte nicht. Der Richter verhängte daraufhin ein Ordnungsgeld von 300 Euro gegen die Frau.
Der Prozess wurde ausgesetzt und muss demnächst von vorn beginnen.