Tödlicher Unfall auf der A4 hat Nachspiel vor Gericht
Crimmitschau/Zwickau - Es war ein absoluter Horror-Unfall Ende Mai 2025 auf der A4 bei Crimmitschau (Landkreis Zwickau): Der Sattelzug von Sergii M. (49) fuhr an einem Stauende auf einen Transporter auf, der dann gegen einen Lkw gedrückt wurde. Für den Transporter-Fahrer (†57) kam jede Hilfe zu spät. Nun musste sich der Unfallverursacher vor Gericht verantworten.
Was die Staatsanwaltschaft am Donnerstag am Zwickauer Amtsgericht vortrug, gleicht einem Albtraum. Kraftfahrer Sergii M. fuhr einen mit Autos beladenen Sattelschlepper am Nachmittag des 28. Mai 2025 auf der A4 Richtung Erfurt. Bei Crimmitschau bemerkte der Ukrainer zu spät, dass weiter vor ihm eine Baustelle war - und krachte prompt ins Stauende und auf einen Mercedes-Transporter.
Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Transporter um 180 Grad gedreht, sodass er zwischen Sattelschlepper und einem weiteren Lkw zerquetscht wurde.
"Der 57-jährige Fahrer des Mercedes-Transporters wurde durch die Wucht des Aufpralls so stark verletzt, dass er noch an der Unfallstelle verstarb", so der damalige Polizeibericht.
Unfallverursacher Sergii M. musste sich deshalb wegen fahrlässiger Tötung verantworten.
Eine andere Route auf dem Navi soll zum Unfall geführt haben
Der Auslöser für den Horror-Unfall war eine Banalität: "Mein Navi hat sich automatisch umgestellt und eine andere Route angezeigt", erklärte der seit 18 Jahren berufstätige Kraftfahrer. Diese Unachtsamkeit habe zu dem Unfall geführt.
Auf der einen Seite das Tippen am Navi, auf der anderen Seite das Leid der Angehörigen: Die Frau des getöteten Transportfahrers musste sich laut Nebenklagevertreter nach dem Unfall in Behandlung begeben.
Zudem musste sie aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen, weil sie alles an den Verstorbenen erinnere.
Letztendlich kassierte Todes-Fahrer Sergii M. eine Geldstrafe von 14.400 Euro sowie sechs Monate Fahrverbot.
Titelfoto: Bildmontage: Mike Müller, privat

