Rechtsextremer Angriff? Opfer bewusst angelockt: "Wir bringen dich um!"

Von Leonie Asendorpf

Stuttgart - Zwei junge Männer sollen ein vermeintliches Antifa-Mitglied in Stuttgart mit einem Messer attackiert und lebensgefährlich verletzt haben.

Den Angeklagten (3.v.l. und 4.v.l.) wird vorgeworfen, ein vermeintliches Mitglied der Antifa lebensgefährlich verletzt zu haben.  © Leonie Asendorpf/dpa

Vor dem Landgericht Stuttgart schoben sich die beiden jetzt gegenseitig die Schuld zu - nach Überzeugung der Anklage handelten sie aus rechtsextremer Motivation heraus. 

Den Männern im Alter von 19 und 22 Jahren wird versuchter Mord und gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, wie die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart mitteilte. Beide sitzen in Untersuchungshaft.

Der 19-Jährige sagte, er sei an einem Abend Ende April gemeinsam mit seinem 22-jährigen Freund "aus" gewesen. Sein Freund sei sehr betrunken gewesen und habe "Linksradikale gelockt", indem er mehrfach lautstark "Heil Hitler" gerufen habe.

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Daraufhin sei der Geschädigte gekommen, ein zu dem Zeitpunkt 44 Jahre alter Mann und Nachbar des älteren Angeklagten. Es sei zum Streit und einer Rangelei gekommen.

Der 19-Jährige rief laut Staatsanwaltschaft "Wir bringen dich um! Scheiß Antifa!".

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Mutmaßlich rechtsextremer Angriff in Stuttgart

Ein Angeklagter wird in einen Saal im Landgericht Stuttgart geführt.  © Leonie Asendorpf/dpa

Nach den Erkenntnissen der Ermittler schlug der 22-Jährige das Opfer mit einem Schraubenschlüssel, der 19-Jährige stach dem älteren Mann mit einem Messer in die Brust.

Nur dank einer sofortigen Notoperation habe der lebensgefährlich verletzte Mann überlebt. Die Angeklagten seien nach der Attacke geflüchtet.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kam es bereits vor dem Abend der Tat wegen unterschiedlicher politischer Einstellungen zum Streit zwischen dem 22-Jährigen und dem späteren Opfer.

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Laut Staatsanwaltschaft ging es dem 22-Jährigen bei der Tat unter anderem darum, "in der rechten Szene gefeiert zu werden".

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