Gift in Babynahrung: Verdächtiger im Hipp-Erpressungsfall darf Gefängnis verlassen
Von Matthias Röder
Eisenstadt (Österreich) - Im Fall um vergiftete Babykost der Firma Hipp kann der Verdächtige das Verfahren nun außerhalb des Gefängnisses abwarten.
Der zuletzt in Untersuchungshaft sitzende 39-Jährige sei entlassen worden, teilte ein Sprecher des Landesgerichts Eisenstadt in Österreich mit. Ein Gelöbnis, die Abnahme des Reisepasses und Weisungen zu seinem Wohnort sollen den Angaben zufolge seinen Aufenthalt im Inland während des Verfahrens sicherstellen.
An dem dringenden Tatverdacht ändere sich deshalb aber nichts!
Der Mann soll jeweils zwei Hipp-Gläser in Österreich, Tschechien und der Slowakei mit Rattengift manipuliert haben. In einem sichergestellten Glas waren 15 Mikrogramm Rattengift enthalten - eine zwar nicht lebensbedrohliche, aber potenziell gesundheitsschädliche Dosis, hatte ein Gutachten festgestellt.
Der Verdächtige war Anfang Mai 2025 festgenommen worden.
Hipp-Gläschen vergiftet: Anklageschrift der Staatsanwaltschaft erwartet
Der Ex-Mitarbeiter der Firma Hipp aus Pfaffenhofen im deutschen Bundesland Bayern wird verdächtigt, Gläschen mit Gift versetzt und in Supermärkten platziert zu haben, um damit den Babykost-Hersteller zu erpressen. Der Verdächtige bestreitet die Vorwürfe.
Als Nächstes werde die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft erwartet, sagte der Gerichtssprecher weiter.
Titelfoto: Tobias Steinmaurer/APA/dpa
