Kommissarin lässt Geschlechterwechsel eintragen: Behördenleitung zeigt sie an
Von Petra Albers
Düsseldorf - Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hat ihre Betrugs-Ermittlungen nach dem standesamtlichen Geschlechterwechsel eines Polizisten zu einer Polizistin eingestellt.
"Das Verfahren wurde mangels Strafbarkeit eingestellt", teilte eine Sprecherin auf Anfrage mit. Zuvor hatte der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtet.
Der Düsseldorfer Kommissar hatte im vergangenen Mai beim Standesamt einen Geschlechterwechsel vom Mann zur Frau eintragen lassen.
Daraufhin zeigte die Behördenleitung der Polizei die Beamtin wegen Betrugs an: Sie habe den Geschlechtswechsel lediglich aus Karrieregründen vollzogen, um bei Beförderungen einen Vorteil gegenüber männlichen Konkurrenten zu ergattern.
Zudem leitete die Polizeiführung ein Disziplinarverfahren gegen die Kommissarin ein und verhängte einen Beförderungsstopp.
Die Polizei will nach eigenen Angaben keine Rechtsmittel gegen die Entscheidung der Staatsanwaltschaft einlegen. Das Disziplinarverfahren werde aber fortgesetzt, teilte ein Polizeisprecher auf dpa-Anfrage mit. Die disziplinarrechtlichen Vorwürfe würden geprüft.
Titelfoto: Marius Becker/dpa
