Mysteriöser Schädelfund: Polizei sucht nach Hinweisen zu unbekanntem Toten

Königs Wusterhausen - Polizeibeamte sind in Königs Wusterhausen auf einen Schädel gestoßen. Eine erste Untersuchung liefert nun Hinweise auf seine Herkunft.

Die Ermittler gehen nicht von einem Tötungsdelikt aus. (Symbolfoto)  © Julian Stratenschulte/dpa

Anfang September entdeckten Beamte am Funkerberg den menschlichen Schädel und sicherten umgehend Spuren am Fundort. Weitere Teile des Skeletts wurden allerdings nicht gefunden.

Die Ermittler gehen inzwischen davon aus, dass der Schädel erst innerhalb der Woche vor seinem Fund dort abgelegt wurde. Doch der Mann, zu dem der Schädel gehört, ist offenbar bereits seit Jahrzehnten tot.

Eine rechtsmedizinische Untersuchung brachte nun erste erstaunliche Erkenntnisse: Bei dem Verstorbenen handelt es sich demnach um einen Mann im hohen Alter, der vermutlich etwa 90 Jahre alt wurde.

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Sein Tod liegt nach Einschätzung der Rechtsmedizin bereits 20 bis 30 Jahre zurück. Besonders rätselhaft: Der Schädel wurde offenbar niemals bestattet. Typische Spuren, die eine frühere Bestattung am Knochen hinterlassen hätte, konnten nicht festgestellt werden.

Hinweise auf Gewalt fanden die Experten dagegen nicht. Ein Tötungsdelikt wird von der Polizei ausgeschlossen. Auch der Abgleich mit älteren Vermisstenfällen brachte bislang keinen Treffer.

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Polizei sucht jetzt Hinweise

Nun hoffen die Ermittler auf Hinweise aus der Bevölkerung. Besonders ungewöhnlich ist dabei eine Frage der Polizei: Wem wurde möglicherweise schon einmal ein echter menschlicher Schädel angeboten?

Denn die Beamten schließen nicht aus, dass der Schädel möglicherweise in einem Umfeld auftauchte, in dem menschliche Schädel - etwa für bestimmte Szenen oder Darstellungen - normalerweise als Imitate oder Kopien verwendet werden.

Die Polizei fragt deshalb:

  • Wer hat Beobachtungen rund um den Fundort am Funkerberg gemacht?
  • Wem wurde möglicherweise in der Vergangenheit ein menschlicher Schädel angeboten?
  • Wer kennt einen vor 20 bis 30 Jahren verschwundenen Mann, der damals bereits im hohen Alter gewesen sein könnte?

Wer etwas weiß, kann sich bei der Polizeiinspektion Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen unter 03375 2700 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle melden.

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