Torso in Müllsäcken an der Ostsee wird Teil von "Aktenzeichen XY … Ungelöst": Ermittler veröffentlichen Video
Von Birgitta von Gyldenfeldt, André Klohn
Glücksburg - Der Fund eines männlichen Torsos in einem Waldstück bei Glücksburg an der Ostsee ist am Mittwochabend ab 20.15 Uhr Thema der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY … Ungelöst". Vorab veröffentlichten die Ermittler ein Video.
Ein Jäger hatte am 11. August den Torso entdeckt, der mehrfach in Müllbeutel und einen Matratzenüberzug eingewickelt und mit Klebeband verschnürt war.
Bis heute konnten die Ermittler den Angaben zufolge weder die Identität des Toten noch die Todesursache oder den Todeszeitpunkt klären, wie die Agentur Presse Partner Köln mitteilte, die die PR-Arbeit für die Sendung macht.
Die Polizei Flensburg hofft nun auf Hinweise zur Identität des Mannes, zur Herkunft der Gegenstände und zu verdächtigen Beobachtungen am Fundort.
Bereits vor dem Beitrag im Fernsehen ging die Polizei mit einem Video an die Öffentlichkeit. Darin zeigen Beamte nicht nur den Fundort, sondern auch den verpackten Torso und Einzelheiten zu den Ermittlungen.
Nach Erkenntnissen der Gerichtsmedizin war der Mann zum Zeitpunkt seines Todes im mittleren bis höheren Lebensalter.
Auffällig sind den Angaben zufolge vor allem die Gegenstände, in die der Torso eingewickelt war: türkis-grüne Müllbeutel mit rotem Zugband sowie der Überzug einer speziellen Pflegematratze, von der 2016 nur 300 Exemplare hergestellt wurden.
Ermittler setzen Belohnung von 5000 Euro für hilfreiche Hinweise aus
Die Ermittler gehen davon aus, dass der Matratzenüberzug aus dem Umfeld des Opfers oder eines möglichen Täters stammt. Der Torso wurde vermutlich erst wenige Tage vor seiner Entdeckung im Waldgebiet "Friedeholz" abgelegt.
Für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung des Täters oder der Täterin führen, hat die Staatsanwaltschaft Flensburg im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des Videos eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt.
Zeugen und Hinweisgeber können sich unter der Rufnummer 0461-484 5555 melden. Über ein Hinweisportal im Internet lassen sich auch Bild- und Videodateien direkt an die Polizei übermitteln.
Erstmeldung um 13.57 Uhr, aktualisiert um 16.24 Uhr.
Titelfoto: Birgitta von Gyldenfeldt/dpa

