New Jersey (USA) - Im Prozess um den hundertfachen sexuellen Missbrauch eines 13-jährigen Schülers hat sich seine ehemalige Lehrerin nun schuldig bekannt. Die US-Amerikanerin hatte 2019 ein Kind mit dem minderjährigen Jungen gezeugt. Nach ihrer Verurteilung drohen der 36-Jährigen mindestens fünf Jahre Haft.
Ex-Mittelschullehrerin Laura Caron aus New Jersey (USA) bekannte sich des Tatbestands der Gefährdung des Kindeswohls durch sexuelle Handlungen schuldig. Dies geschah laut "Yahoo!News" im Rahmen einer Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft, welche sie verpflichtete, ihre Lehrlizenz abzugeben und auf jede künftige Beschäftigung im öffentlichen Dienst zu verzichten.
Die 36-Jährige war zuvor wegen schwerer sexueller Nötigung, sexueller Nötigung sowie Kindeswohlgefährdung angeklagt worden. Sie hätte laut Staatsanwaltschaft jahrelang eine "Beziehung" zu einem Schüler gehabt.
Als die sexuellen Kontakte im Jahr 2016 begannen, war der Junge gerade einmal elf Jahre alt und ging in Carons fünfte Klasse.
Da die damalige Lehrerin mit der Familie des Kindes befreundet war, durfte der Minderjährige häufig bei Caron übernachten und lebte später sogar dauerhaft bei ihr. Dass die beiden sich dabei viel zu nah gekommen waren, ahnten seine Eltern innerhalb des Zeitraumes von vier Jahren nicht.
Lehrerin zeugt mit Schüler (13) heimlich ein Baby
2019 brachte die Lehrkraft dann ein Baby zur Welt und teilte Bilder ihres Kindes in den sozialen Medien. Die Fotos sollten schließlich den Vater ihres Schülers stutzig machen, als dieser feststellte, dass Carons fünfjähriges Kind seinem Sohn sehr ähnlich sah. Im Januar 2024 machte der Familienvater seine berechtigte Sorge öffentlich, woraufhin sich der zuständige Schulrat einschaltete und Untersuchungen einleitete.
Bei einer Befragung bestätigte der damals 13-Jährige letztendlich, dass er seit Jahren eine sexuelle Beziehung zu seiner Lehrerin hatte und er auch der Vater ihres Kindes sei. Eine spätere Anhörung brachte zutage, dass der Junge insgesamt 416 Mal missbraucht worden war.
Im Prozess hatte Laura Caron nun einer fünfjährigen Haftstrafe in einem staatlichen Gefängnis zugestimmt. Ob sie noch länger hinter Gitter muss, entscheidet demnächst eine Begutachtung, die feststellen wird, ob bei ihr ein "wiederholtes und/oder zwanghaftes Verhalten" vorliegt.
Was aber unabhängig vom Strafmaß bereits klar ist: Die Ex-Lehrerin wird sich nach ihrer Haftstrafe in das Register für Sexualstraftäter eintragen lassen müssen. Zudem steht sie dann für den Rest ihres Lebens unter Bewährungsaufsicht.
Anfang nächsten Jahres wird die Verkündigung des Strafmaßes erwartet.