Mordfall Fabian (†8): Bricht die Angeklagte heute erstmals ihr Schweigen?
Von Helmut Reuter
Rostock - Rund vier Monate nach dem Beginn des Mordprozesses um den getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow will die Angeklagte Gina H. (30) am Montag (9.30 Uhr) erstmals ihr Schweigen brechen.
Die Aussage ihrer Mandantin hatten die Verteidiger schon vor einigen Wochen am Landgericht Rostock angekündigt.
Ob sie sich am 22. Verhandlungstag selbst äußert, eine Erklärung durch ihre Anwälte verlesen lässt oder auf mögliche Fragen des Gerichtes antwortet, ist offen.
Die 30-jährige Frau soll Fabian laut Anklage am 10. Oktober 2025 an einem Teich bei Klein Upahl, etwa 15 Kilometer südlich von Güstrow, erstochen und den Leichnam anschließend in Brand gesetzt haben.
Das Motiv soll mit dem Verhältnis der Angeklagten zu Fabians Vater und dem zeitweisen Ende dieser Beziehung zusammenhängen.
In dem seit dem 28. April laufenden Indizienprozess wurden bereits Dutzende Zeugen gehört und zahlreiche Gutachten vorgelegt. Als letzter Verhandlungstag ist bislang der 10. September terminiert. Dann könnte das Urteil gesprochen werden.
Titelfoto: Fotomontage: Stefan Sauer/dpa, Polizeipräsidium Rostock
