Pflegerin von vier männlichen Kollegen gefesselt und gequält

Hall - Unter einem Vorwand sollen vier männliche Mitarbeiter des österreichischen Krankenhauses in Hall am 28. Februar eine Kollegin an einem OP-Tisch fixiert und gequält haben, für ganze 15 Minuten! Die Polizei ermittelt nun gegen die mutmaßlich übergriffigen Männer im Alter von Ende 20 bis Anfang 50, unter anderem wegen Freiheitsentzug.

Die Pflegerin zeigte die übergriffigen Kollegen bei der Polizei an. (Symbolbild)
Die Pflegerin zeigte die übergriffigen Kollegen bei der Polizei an. (Symbolbild)  © dpa/Frederico Gambarini

Wie der ORF berichtete, behaupteten die Tatverdächtigen, alles sei nur ein übler Scherz gewesen, denn die OP-Pfleger hätten lediglich die Lagerung von Patienten üben wollen.

Laut dem Pflegedirektor der Klinik, Stephan Palaver, werden diese Maßnahmen vor Operationen nur unter fachlicher Aufsicht im Team trainiert, da sie komplex und schwierig sind.

Eine Fixierung, wie in dem Vorfall geschehen, würde unter keinen Umständen und zu keiner Zeit stattfinden.

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Palaver spricht von massivem Fehlverhalten der Ex-Kollegen - die Leitung des Hospitals trennte sich bereits zwei Tage nach der Angelegenheit von den vier Pflegern.

Die couragierte Frau brachte den Fall zur Anzeige, nun ermittelt die Polizei und übergibt anschließend die Ergebnisse an die verantwortliche Staatsanwaltschaft.

Das vermeintliche Opfer der Peinigung werde noch immer in einem Krankenhaus ärztlich betreut und sei bislang noch nicht wieder vollständig einsatzfähig.

Titelfoto: dpa/Frederico Gambarini

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