20-Jähriger in Notlage von Feuerwehr gerettet: Jetzt wird gegen ihn ermittelt
Gräfenhainichen - Ein 20-jähriger Mann, der sich eigenverantwortlich in eine missliche Lage gebracht hat und die Feuerwehr um Hilfe bitten musste, darf nun mit Konsequenzen rechnen.
Zusammen mit einem Bekannten (37) stieg der später Hilfsbedürftige am Freitagabend gegen 19.30 Uhr auf ein Dach in der Rosa-Luxemburg-Straße in Gräfenhainichen (Landkreis Wittenberg).
"Da der 20-Jährige nicht mehr eigenständig vom Dach des Hauses gelangen konnte, informierte dieser die Rettungsleitstelle des Landkreises Wittenberg", sagte Polizeisprecher Niclas Jenner am Samstag.
Mit einer Drehleiter wurde der junge Mann schließlich von der Feuerwehr gerettet.
Doch der Fall ist damit noch nicht abgeschlossen. Jenner: "Ein Ermittlungsverfahren wegen Notrufmissbrauchs wurde eingeleitet."
Denn: Wer sich wissentlich und eigen verschuldet in eine Notlage bringt und deshalb den Notruf wählen muss, kann nach §145 Strafgesetzbuch bestraft werden. Die Kosten des Einsatzes dürften dem 20-Jährigen allemal aufgebrummt werden.
Titelfoto: 123RF/erxian
