Bonn - Eigentlich wollte ein 86-Jähriger in Bonn am Samstagabend nur Pilze sammeln. Doch plötzlich wusste der Senior im Wald auf dem Brüser Berg nicht mehr, wo er war. Ein Anruf bei der Polizei brachte schließlich die Rettung.
Gegen 19 Uhr bemerkte der Mann, dass er sich im Wald verlaufen hatte. Er griff zum Handy und rief seine Ehefrau an, um ihr zu sagen, dass er nicht mehr weiterwisse.
Seine Frau verständigte daraufhin sofort die Polizei. Die Einsatzkräfte forderten den Senior auf, selbst den Notruf unter 110 zu wählen.
Das erwies sich als entscheidender Schritt: Über den Notruf konnte die Polizei den Standort des 86-Jährigen direkt über sein Handy bestimmen. Damit wussten die Einsatzkräfte, wo sie suchen mussten.
Mehrere Streifenwagen machten sich daraufhin auf den Weg. Die Suche führte die Polizisten in unwegsames Gelände direkt neben der A565.
Dort entdeckten sie schließlich den 86-Jährigen. Er war zwar erschöpft, hatte sich bei seinem unfreiwilligen Wald-Abenteuer aber glücklicherweise nicht verletzt.
Polizei kann Anrufer jetzt schneller finden
Seit einigen Monaten nimmt die Polizei in Nordrhein-Westfalen an einem bundesweiten Test teil, bei dem bei einem Notruf der Standort des Anrufers übermittelt werden kann. So können die Einsatzkräfte schneller herausfinden, wo Hilfe gebraucht wird.
Ohne die genaue Standortangabe hätte die Suche im Fall des 86-Jährigen deutlich länger dauern können. Die Polizei weist deshalb darauf hin, dass Menschen in einer Notlage auch dann den 110-Notruf wählen sollten, wenn sie sich verirrt haben.