Drei Monate altes Baby verschwunden: Polizei sucht mit Hubschrauber, Hunden und Drohnen
Renningen - Im baden-württembergischen Renningen spielen sich dramatische Stunden ab: Ein drei Monate altes Baby ist seit Donnerstagabend verschwunden. Ein Wettlauf gegen die Zeit.
Nach dem kleinen Jungen suchen die Beamten mit Suchhunden und Hubschrauber in einem Großeinsatz, teilt die Polizei Ludwigsburg mit. Bislang fehlt jede Spur von dem Baby.
Ein Polizeisprecher dementiert auf Anfrage von TAG24, dass das Kind aus einem Kinderwagen, der unbeaufsichtigt war, verschwand, wie verschiedene Medien berichteten.
Auch ein Gewaltverbrechen kann nicht ausgeschlossen werden. Die Ermittlungen laufen in alle Richtungen.
Das Kind wird seit Donnerstag kurz vor Mitternacht vermisst. Was genau passiert ist und wo das Kind verschwunden ist, teilt die Polizei nicht mit.
Polizei hat keine konkreten Hinweise
"Konkrete Hinweise zum Verbleib des drei Monate alten Jungen liegen aktuell nicht vor", geben die Ermittler den aktuellen Stand bekannt.
Die umfangreiche Suche nach dem Baby läuft mit Hochdruck unter anderem auch mit Drohnen und Wärmebildkameras weiter.
"Wir arbeiten mit verschiedensten Organisationen zusammen", erklärt ein Polizeisprecher. Die Polizei sucht auch mit Leichenspürhunden nach dem vermissten Jungen. Hinweise auf ein Verbrechen gebe es aber nicht.
"Jede Minute zählt", erklärt ein Polizeisprecher, wenn das Kind diesen Temperaturen draußen ausgesetzt ist. "Sollte es sich in einer hilflosen Lage befinden, wäre es verheerend".
Bürgermeisterin betroffen
Die Stadt Renningen stehe in Austausch mit der Polizei. Die Bürgermeisterin Melanie Hettmer äußerte sich: "Ich bin sprachlos und in großer Sorge. Ich hoffe, dass das Kind wohlbehalten gefunden wird."
Rettungsdienste versammelten sich zur Unterstützung am Morgen auf einem Parkplatz bei einem Lebensmittelmarkt in Renningen.
Offizielle Informationen werden von der Polizei auch über ihre Social-Media-Kanäle verbreitet: "Gleichzeitig bitten wir die Bevölkerung darum, sich möglichst nicht an irgendwelchen Spekulationen in den sozialen Medien zu beteiligen, insbesondere auch nicht dem Aufruf zu folgen, sich zur Sammelstelle der Einsatzkräfte zu begeben." Der Bereich soll nicht betreten werden.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Erstmeldung 8.28 Uhr, aktualisiert 14.13 Uhr
Titelfoto: Jason Tschepljakow/dpa

