Von Florentine Dame
Hattingen - Im Fall der lebensgefährlichen Attacke auf einen Mann in Hattingen im südlichen Ruhrgebiet ermittelt die Polizei gegen den 54-jährigen Bruder des Opfers.
Gegen den nebenan wohnenden Mann werde nach vorläufiger Bewertung wegen versuchten Totschlags ermittelt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Er hatte sich am Montagabend widerstandslos von der Polizei festnehmen lassen.
Die Entscheidung, ob er vor einen Haftrichter kommt, stehe noch aus, so die Staatsanwältin am Dienstagmorgen.
Sein 61-jähriger Bruder war laut Polizei am Montagnachmittag lebensbedrohlich verletzt auf seinem von außen einsehbaren Grundstück gefunden worden.
Ein Rettungshubschrauber brachte ihn in eine Spezialklinik.
Auch am Dienstagmorgen schwebte er nach Angaben der Staatsanwaltschaft weiterhin in akuter Lebensgefahr. Sein Zustand sei weiter kritisch.
Ermittler machen weiterhin keine Angaben zur Tatwaffe
Zum möglichen Tatgeschehen, zur Art der Verletzungen oder einer Tatwaffe machten die Ermittler zunächst weiter keine Angaben.
Medienberichte, wonach der 61-Jährige mit einer Axt angegriffen wurde, wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht kommentieren.
Aufgrund der vorliegenden Umstände am Einsatzort habe eine Mordkommission die Ermittlungen aufgenommen.
Noch am Abend ergaben sich Hinweise, dass der Tatverdächtige sich in einem Nachbarhaus aufhalten könne.
Spezialeinsatzkräfte nahmen Kontakt zu ihm auf und konnten ihn schließlich vor dem Haus festnehmen.