Flugzeug sendet Code für Geiselnahme: Großeinsatz am Flughafen Nürnberg
Nürnberg - Am Dienstagnachmittag hat ein vermeintlich in Not geratenes Flugzeug vor seiner Landung in Nürnberg den Notfallcode "7500" gesendet, der für einen Entführungsfall steht. Gegen Mittag gab es dann die Entwarnung.
Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, sei dafür möglicherweise ein Defekt des Funkgeräts im Cockpit verantwortlich gewesen. Denn nach dem Senden des Codes war der Pilot der Maschine per Funk nicht mehr erreichbar gewesen.
Daraufhin wurden diverse Alarmstarts ausgelöst, so die Polizei. Eurofighter begleiteten die Maschine, die von der griechischen Insel Korfu kam, zu Boden. Am Flughafen in Nürnberg war dann ein Großaufgebot an Polizeikräften im Einsatz.
"Wir hatten auf etwa Hälfte der Strecke gegen kurz nach 11 Uhr einen Code direkt aus dem Cockpit, der auf eine Geiselnahme schließen ließ", erläuterten die Ermittler kurz vor Mittag. "Da wir daraufhin das Cockpit nicht mehr erreichen konnten, beziehungsweise der Tower das Cockpit nicht mehr erreichen konnte, mussten wir eben vom Schlimmsten ausgehen, eben dass es sich tatsächlich um eine Geiselnahme handeln könnte."
Der Flug XR456 von Corendon Airlines setzte laut Flightradar24 um 12.16 Uhr sicher in Nürnberg auf. Beamte riegelten derweil das Gelände ab. Wenig später kam die Entwarnung. "Die Überprüfungen vor Ort haben ergeben, dass keine Gefahr besteht", so die Polizei.
Die Ermittlungen zur Ursache für den Alarm laufen, allen Insassen des betroffenen Fliegers gehe es gut.
Pilot nicht zu erreichen, Eurofighter begleiten Flugzeug zu Boden
Bereits in der Nacht waren Drohnen von drei Piloten gemeldet worden. Ob sie etwas mit dem Fall zu tun haben, ist noch unklar.
Erstmeldung 13.36 Uhr, Update 15.02 Uhr.
Titelfoto: NEWS5 / Lars Haubner
