Frau tot, Ehemann schwer verletzt: Streit in Unterfranken eskaliert zu Bluttat

Würzburg/Marktheidenfeld - Eine 33 Jahre alte Frau ist tot, ihr schwer verletzter 35-jähriger Ehemann wurde festgenommen: Ein Familienstreit im unterfränkischen Marktheidenfeld östlich von Würzburg nahm ein tragisches Ende - vier Kinder sind in der Obhut des Jugendamts.

Nach einem lautstarken Familienstreit im unterfränkischen Marktheidenfeld stieß die Polizei auf eine schwer verletzte Frau und einen schwer verletzten Mann - die Frau starb später in einer Klinik. (Symbolbild)
Nach einem lautstarken Familienstreit im unterfränkischen Marktheidenfeld stieß die Polizei auf eine schwer verletzte Frau und einen schwer verletzten Mann - die Frau starb später in einer Klinik. (Symbolbild)  © Montage: Frank Rumpenhorst/dpa, Jonas Walzberg/dpa

Der verhängnisvolle Streit der Eheleute ereignete sich bereits am zurückliegenden Dienstag. Am gestrigen Donnerstag wurde bekannt, dass die 33-Jährige ihren schweren Verletzungen erlag, sie starb in einem Krankenhaus.

Ihr ebenfalls schwer verletzter Ehemann steht unter Tatverdacht, er wurde festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Würzburg prüfe noch, ob sie gegen den Mann einen Haftbefehl beantragen wird, hieß es vonseiten der Polizei.

Eine Obduktion des Leichnams der Frau wurde demnach inzwischen abgeschlossen: Sie ergab klar, dass die 33-Jährige durch "Gewalteinwirkung" starb.

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Die genaueren Hintergründe der Bluttat in Marktheidenfeld sind noch völlig unklar. Zu den näheren Umständen des Streits der Eheleute wie auch zur Tatwaffe führe die Kriminalpolizei in Würzburg umfangreiche Ermittlungen durch.

Nach den aktuellen Erkenntnissen der Polizisten wurden die tödlichen Verletzungen der Frau "durch einen spitzen Gegenstand beigebracht", erklärte ein Sprecher.

Nach Familienstreit in Marktheidenfeld traf Polizei auf zwei Schwerverletzte

Eine Zeugin hatte am Dienstag die Polizei über einen lautstarken Familienstreit in Marktheidenfeld informiert. Als eine Streife vor Ort eintraf, stießen die Beamten auf die beiden Schwerverletzten. Die Frau und der Mann wurden beide von einem Notarzt medizinisch betreut und danach vom Rettungsdienst auf schnellstem Weg in Kliniken gebracht, doch für die 33-Jährige kam jede Hilfe zu spät.

"Ein einjähriges Kind, welches sich zum Zeitpunkt der Auseinandersetzung in der Wohnung befand, wurde ebenso wie die drei weiteren Kinder des Ehepaars in die Obhut des Jugendamtes übergeben", ergänzte der Polizeisprecher noch.

Die Ermittlungen zu dem Fall dauern weiter an.

Titelfoto: Montage: Frank Rumpenhorst/dpa, Jonas Walzberg/dpa

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