Hamburg/Bremervörde/Fehmarn - Stecknadeln, Nähnadeln und Nägel: In ganz Deutschland werden immer mehr Fälle rund um manipulierte Süßigkeiten bekannt, die Kinder an Halloween mit ihren Körbchen einsammelten. Auch der Norden verzeichnet heftige Fälle.
Ein 13-Jähriger war am späten Samstagnachmittag mit einer Freundin in Hamburg im Bereich der Waitzstraße im Stadtteil Groß Flottbek von Tür zu Tür unterwegs, um dort Süßigkeiten zu sammeln.
Dabei seien sie auf zwei verkleidete mutmaßliche Jugendliche getroffen, die ihnen einen Schokoriegel gegeben hätten.
Als das Mädchen den Riegel am Sonntag schließlich ausgepackt habe, dann der Schock: Eine Nadel steckte in der Schokolade. Daraufhin alarmierte das Kind die Polizei.
Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich im niedersächsischen Bremervörde (Landkreis Rotenburg (Wümme)). Nachdem eine Neunjährige einen Schokoriegel gegessen hatte, den sie an Halloween erhalten hatte, verletzte sie sich dabei an der Zunge.
In diesem Fall steckte eine mindestens fünf Zentimeter lange Stecknadel in dem Riegel. Auch in Burg auf Fehmarn entdecke eine Elfjährige eine dünne Nähnadel in ihrem Schokoriegel, als sie diesen in der Mitte auseinanderbrach.
Gefährliche Gegenstände in Halloween-Süßigkeiten entdeckt: Polizei ermittelt und warnt
Ähnliche Fälle ereigneten sich in Kremperheide (Kreis Steinburg, Schleswig-Holstein) und im Raum Hannover.
Neben Nadeln fanden sich teilweise größere Nägel in präparierten Süßigkeiten. So etwa in Holm im Kreis Pinneberg, wo Kinder zu Halloween offenbar mit Nägeln in einer Größe von 3,5 Zentimeter präparierte Kaubonbons erhalten haben.
Am Samstagabend stellte eine Familie auch in Bremen-Walle nach dem Halloween-Laufen fest, dass in einem Schokoriegel ein Nagel steckte.
In allen Fällen seien vor dem Öffnen der Süßigkeiten offenbar keine Beschädigungen an den Verpackungen aufgefallen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und rät zur Vorsicht.
Auch in den vergangenen Jahren wurden in Deutschland Metallgegenstände in Halloween-Süßigkeiten gefunden. Die aktuelle Häufung von Fällen im Bundesgebiet sei jedoch sehr auffällig. Inwieweit etwa ein Trend in sozialen Medien dahinterstecken könnte, ist noch völlig unklar.
Ebenso ist noch unklar, ob ein Zusammenhang zwischen den Funden in den verschiedenen Regionen Deutschlands besteht.