Polizei rückt wegen Flugzeugabsturz aus, die Wahrheit sieht jedoch ganz anders aus

Gießen - Großer Aufruhr herrschte am Sonntagmittag bei Polizeibeamten nachdem in Mittelhessen der Absturz eines Kleinflugzeuges gemeldet worden war. Am Ort des vermeintlichen Geschehens konnte aber glücklicherweise schnell Entwarnung gegeben werden.

Mit einer fliegerischen Meisterleistung konnte der Pilot (72) den Doppeldecker notlanden.
Mit einer fliegerischen Meisterleistung konnte der Pilot (72) den Doppeldecker notlanden.  © Polizeipräsidium Mittelhessen - Führungs- und Lagedienst

Zum in vielen Teilen Hessens weitestgehend sonnigen Wochenabschluss nutzte ein Hobbypilot (72) in Gießen die Gelegenheit für einen Ausflug mit seiner roten Doppeldecker-Propellermaschine. Doch ein technischer Zwischenfall sorgte kurzzeitig dafür, dass Augenzeugen von einem möglichen Absturz des Fliegers ausgingen.

Wie das Polizeipräsidium Mittelhessen am Sonntag berichtete, hatten besorgte Passanten gegen 12.15 Uhr den vermeintlichen Flugzeugabsturz im Gießener Stadtteil Lützellinden zwischen dem dortigen Flugplatz und der Autobahn 45 gemeldet.

Umgehend rückte ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rettungskräften und der Polizei am gemeldeten Ort des Geschehens an - konnten dort aber glücklicherweise eine ganz andere Gemengelage konstatieren. So hatte es das Kleinflugzeug ohne einen einzigen Kratzer zurück auf den Boden geschafft.

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Wie der 72 Jahre alte Pilot aus Gedern bei der Befragung mitteilte, hatte es während des Fluges Probleme mit dem Motor der Maschine gegeben. Der enorme Leistungsabfall hatte ihn schließlich zu einer wahren fliegerischen Meisterleistung - die reibungslos verlief - genötigt.

Doppeldecker-Flugzeug landet sicher und gekonnt auf Acker bei Gießen

Unversehrt hatte er den Doppeldecker, der dem Typ Kiebitz B9 in vielen Merkmalen ähnelt, auf einem Acker gelandet. Somit konnten die Kräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes ihren Einsatz schnell für beendet erklären.

Nach der problemlosen Bergung des Kleinflugzeuges wurde abschließend die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung routinemäßig über den Vorfall in Kenntnis gesetzt.

Titelfoto: Polizeipräsidium Mittelhessen - Führungs- und Lagedienst

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