Großeinsatz in Halle: 20-Jähriger filmt sich beim Bomben-Bau, aber dann kommt alles anders

Halle (Saale) - Großeinsatz am Samstag in Halle!

Die Polizei rückte am Samstagabend zu einer Wohnung in Halle-Neustadt aus. (Symbolbild)  © Marius Becker/dpa

Der Einsatz nahm seinen Lauf, nachdem die Polizei Kenntnis über die YouTube-Videos eines Hallensers erhalten hatte. Der 20-Jährige veröffentlichte demnach Anleitungen zum Bau von Sprengmitteln und sprach dabei auch über eigene "Projekte", so ein Behördensprecher.

Noch am Samstagabend bewilligte die Staatsanwaltschaft einen Durchsuchungsbeschluss, sodass die Beamten zur Anschrift des 20-Jährigen nach Halle-Neustadt ausrückten.

Vor Ort entpuppte sich die Situation dann aber als weitaus weniger brenzlig als befürchtet: Zwar wurden verdächtige Gegenstände gefunden, diese konnten durch die hinzugezogenen LKA-Entschärfer aber schnell als harmlos eingestuft werden.

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Bei den angeblichen Splitterbomben handelte es sich nämlich lediglich um mit Mehl gefüllte Röhren.

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Ganz glimpflich kommt der 20-Jährige allerdings nicht davon: In seiner Wohnung stieß die Polizei auf eine Schreckschusswaffe, Pfefferspray und Schlagringe, welche aufgrund eines in der Vergangenheit gegen ihn ausgesprochenes Waffenbesitzverbots allesamt beschlagnahmt wurden.

Der Beschuldigte wurde vorerst in Gewahrsam genommen.

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