Heftiger Brand auf Firmengelände: War es ein Anschlag?
Rosbach - Hat es sich bei dem Brand auf einem Betriebsgelände im Rosbacher Stadtteil Rodheim um einen Anschlag gehandelt? Die Feuerwehrkräfte hatten in der Nacht auf Mittwoch alle Hände voll zu tun, der Schaden ist enorm.
Laut Angaben des Polizeipräsidiums Mittelhessen wurden die Einsatzkräfte gegen 1.10 Uhr durch die Rettungsleitstelle des Wetteraukreises über die Flammen in der Weinstraße informiert. Beamte und Feuerwehrleute eilten sofort zum Einsatzort.
Beim Eintreffen standen demnach fünf Lastwagen in Vollbrand, insgesamt wurden durch das Feuer sieben Fahrzeuge des Unternehmens beschädigt.
Die Feuerwehrkräfte konnten die Flammen unter Kontrolle bringen und schlussendlich löschen.
Die während des Einsatzes hörbaren Explosions- und Detonationsgeräusche im Umfeld waren auf platzende Reifen der Lastwagen zurückzuführen, wie die Freiwillige Feuerwehr Rosbach mitteilte.
Der durch den Brand entstandene Sachschaden beläuft sich Schätzungen zufolge auf rund 800.000 Euro. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei zu den genauen Hintergründen laufen auf Hochtouren.
Bei diesen spielt auch ein mutmaßliches Bekennerschreiben, das im Netz veröffentlicht wurde, eine Rolle. Auf einer Plattform hat sich eine linksextremistische Gruppe zur Tat bekannt und geschildert, warum die Fahrzeuge der Firma Heidelberg Materials Beton ins Visier genommen wurden. Ob das Schreiben ernst zu nehmen ist, ist noch unklar.
Titelfoto: Freiwillige Feuerwehr Rosbach
