Schwarzfahrer rastet in ICE aus und schlägt zweijähriges Kind
Frankfurt am Main/Mannheim - Eklat im ICE von Frankfurt nach Mannheim: Ein Schwarzfahrer schlug ein zweijähriges Kind! Die Attacke am Dienstag hatte rasch drastische Folgen, der 49-Jährige stand einen Tag später vor Gericht.
Da der Schwarzfahrer über keinen festen Wohnsitz in Deutschland verfüge, habe die Staatsanwaltschaft Mannheim nach seiner Festnahme "einen Antrag auf Durchführung des beschleunigten Verfahrens beim Amtsgericht Mannheim" gestellt, erklärte ein Sprecher der Bundespolizei am Donnerstag.
In der Folge sei der 49-Jährige am Mittwoch vom Amtsgericht Mannheim wegen "Leistungserschleichung in Tateinheit mit Hausfriedensbruch und Körperverletzung" zu einer siebenmonatigen Haftstrafe verurteilt worden, hieß es noch.
Der Vorfall ereignete sich am Dienstagnachmittag in dem ICE 373 von Frankfurt am Main über Mannheim nach Basel. Der Verurteilte fuhr ohne Fahrkarte in dem Zug und wurde dabei von einer Zugbegleiterin erwischt, die in der Folge "eine Fahrpreis-Nacherhebung" veranlasste.
Dadurch stark erregt lief der 49-Jährige danach durch den Zug. Dabei kam ihm eine Frau entgegen, welche ihr Kleinkind auf dem Arm trug.
Kind im ICE 373 geschlagen und verletzt: Festnahme am Bahnhof Mannheim
"Beim Passieren des Mannes schlug dieser unvermittelt und ohne vorherige Interaktion seine mitgeführte, mit Trinkflaschen gefüllte Tasche in das Gesicht des zweijährigen Kindes", betonte der Sprecher.
Das Kleinkind fiel in der Folge vom Arm der Mutter auf den Boden und wurde dabei verletzt. Zum Glück waren die Wunden nur leicht, eine ärztliche Versorgung wurde von der Mutter abgelehnt.
Im Anschluss äußerte der Täter "gegenüber der Mutter noch abfällige Bemerkungen", hieß es weiter.
Noch während der Fahrt wurde die Bundespolizei alarmiert. Bei der Ankunft am Bahnhof Mannheim warteten die Beamten schon und nahmen den 49-Jährigen fest.
Titelfoto: Montage: Julian Stratenschulte/dpa, Arnulf Stoffel/dpa

