Lichtenau - Die Polizei legte bei einer Schwerpunktkontrolle vergangene Woche auf der A4 bei Lichtenau (Mittelsachsen) auf Großraum- und Schwerlasttransporter. Insgesamt 82 Fahrzeuge wurden unter die Lupe genommen. Nicht alle konnten weiterfahren.
Bei den meisten kontrollierten Fahrzeugen handelte es sich um Frachtguttransporte, die aufgrund ihrer Maße und Gewicht Sondergenehmigungen bedürfen. Von 32 kontrollierten Schwerlasttransportern mussten 23 beanstandet werden.
Darunter war auch der Fahrer eines Schwerlasttransporters mit insgesamt zwölf Achsen, der in der Nacht zu Donnerstag unterwegs war und einen Kran geladen hatte.
Sowohl die Fahrzeuglänge von über 37 Meter, die Höhe und Breite, als auch das Gesamtgewicht von 138 Tonnen waren genehmigungspflichtig. "Jedoch konnte der Fahrer keine der für die Fahrt erforderlichen Ausnahmegenehmigungen vorweisen", teilte die Polizei mit.
Auf den polnischen Fahrer kommt nun ein Bußgeldverfahren zu und auch gegen den Unternehmer wird ein Betrag in Höhe von mehreren tausend Euro verhängt. Des Weiteren wurden auch sieben Lastwagen und 25 Kleintransporter mitunter samt Anhänger überprüft. In mehreren Fällen musste die Fahrt in der Kontrollstelle enden.
Unter anderem stoppten die Polizisten einen ukrainischen Kleintransporter mit Anhänger (Autotransport), bei dem mehrere Verstöße wie Adblue-Manipulation, Überladung um knapp 17 Prozent sowie Fahren ohne Fahrerkarte registriert wurde.
Polizei stellte auch Trunkenheit und Fahren ohne Fahrerlaubnis fest
Insgesamt wurden drei Verkehrsstraftaten gezählt, zu denen Trunkenheit im Verkehr sowie das Fahren ohne Fahrerlaubnis zählte.
Dazu kamen 82 Ordnungswidrigkeiten und 36 untersagte Weiterfahrten. In 69 Fällen sind Bußgeldverfahren wegen Überladungen (23 Fälle), fehlender Genehmigungen und technischer Mängel eingeleitet worden.
Jede Nacht waren etwa 15 Beamte im Einsatz. Dabei wurden die Polizeidirektion Chemnitz unter anderem aus allen anderen Polizeidirektionen und von der tschechischen Polizei unterstützt.
"Derartige Schwerpunktkontrollen für die Verkehrssicherheit werden wiederkehrend durchgeführt und sind eine Kernaufgabe verkehrsüberwachender Maßnahmen der Verkehrspolizeiinspektion", so die Polizei abschließend.