Von Nina Gross, Frank Christiansen
Grevenbroich - Die in der Nähe des stillgelegten Kraftwerks Frimmersdorf in Grevenbroich entdeckte Kugelbombe wird jetzt vom Staatsschutz in Düsseldorf auf DNA-Spuren und Fingerabdrücke untersucht.
Es sei aber weiterhin unklar, ob der Sprengkörper dort aus politischen Gründen deponiert wurde, sagte ein Polizeisprecher.
Wie die Polizei ebenfalls mitteilte, standen die Leitungen des Mastes, in deren unmittelbarer Nähe der Feuerwerkskörper gefunden wurde, unter Strom, obwohl das nahegelegene Kraftwerk bereits vor fünf Jahren vom Netz gegangen war.
Der Gegenstand war am Mittwoch in 10 bis 15 Metern Entfernung zu einem Strommast der Trasse vom RWE-Werksschutz gefunden worden. Laut dem Polizeisprecher wurde aber keine Zündvorrichtung entdeckt.
Der Feuerwerkskörper sei mit Klebeband umwickelt und etwa "handballgroß" gewesen. Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes hätten ihn unschädlich gemacht.
Die Bestandteile des Sprengkörpers seien frei erhältlich, hieß es außerdem.
Ermittler sehen derzeit keinen Zusammenhang zu Anschlägen auf Stromnetz Anfang September
Bei einer Explosion hätte er laut den Experten "keinen Schaden anrichten können", hatte die Polizei mitgeteilt. Sie hat keinen Hinweis darauf, dass es einen Versuch gab, den in Klebeband eingewickelten Feuerwerkskörper zu zünden.
Wie lange der Gegenstand dort lag, ist ebenfalls weiter unbekannt. Ein Zusammenhang zu den Sabotage-Aktionen auf Stromleitungen Anfang September sei derzeit nicht erkennbar, so der Polizeisprecher.