Messer, Macheten, Reizgas: Über 70 gefährliche Funde bei Bahnhofs-Razzia rund um Berlin
Berlin/Brandenburg - Bei einem großangelegten Einsatz der Bundespolizei an Bahnhöfen in Berlin und Brandenburg sind am vergangenen Wochenende rund 1800 Personen kontrolliert worden. Dabei stellten die Beamten zahlreiche Gegenstände sicher, die unter das Waffengesetz fallen.
Am letzten Mai-Wochenende waren rund 520 Beamte im Einsatz. Kontrollen fanden an insgesamt 16 Bahnhöfen statt – ein Schwerpunkt lag dabei auf dem Berliner Hauptbahnhof.
Insgesamt wurden rund 1800 Personen überprüft. Das Ergebnis: 71 verbotene Gegenstände wurden gefunden und sichergestellt. Darunter befanden sich unter anderem Reizstoffsprühgeräte, Messer, Macheten sowie eine Luftdruckpistole.
Zudem registrierte die Polizei 18 Regelverstöße und leitete 67 Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren ein, unter anderem wegen Verstößen gegen das Waffengesetz und Betäubungsmitteldelikten.
Bei den Kontrollen gab es bei 57 Personen Treffer in den Fahndungssystemen. 48 von ihnen wurden zur Aufenthaltsermittlung gesucht, in neun Fällen vollstreckten die Beamten offene Haftbefehle direkt vor Ort.
Mit dem Einsatz wollte die Bundespolizei Straftaten verhindern und das Sicherheitsgefühl an Bahnhöfen stärken. Es handelt sich bereits um den dritten bundesweiten Schwerpunkteinsatz dieser Art in diesem Jahr.
Titelfoto: Thomas Banneyer/dpa
