Schlägereien, Böller und Angriffe: Polizei NRW kündigt klare Linie für Halloween-Nacht an
Düsseldorf - Halloween steht vor der Tür und die Polizei in Nordrhein-Westfalen bereitet sich auf eine unruhige Nacht vor. In mehreren Städten sollen zusätzliche Einsatzkräfte für Sicherheit sorgen. Auch in Düsseldorf wollen die Beamten mögliche Krawalle frühzeitig verhindern.
Wenn am Samstag, dem 31. Oktober, wieder gruselige Gestalten durch die Straßen ziehen, will die Düsseldorfer Polizei präsent sein. Ziel ist es, Streit früh zu erkennen und zu verhindern, dass Situationen eskalieren.
Der Grund: In den vergangenen Jahren kam es dort an Halloween immer wieder zu Ausschreitungen. 2025 hatte die Polizei in einer Nacht mit 102 Einsätzen zu kämpfen.
Auch in anderen NRW-Städten gab es Probleme: In Duisburg wurden Bahnen angegriffen, in Marl brannten Einkaufswagen und Einsatzkräfte wurden mit Böllern und Steinen beworfen. Deshalb verstärken mehrere Städte ihre Polizeipräsenz.
Die Beamten warnen: Wer fremdes Eigentum beschädigt, unerlaubt Böller zündet oder Feuer legt, muss mit Konsequenzen rechnen. Die Polizei kann Störenfriede wegschicken, in Gewahrsam nehmen und anzeigen. Auch Minderjährige können sich strafbar machen.
Proteste sorgen für zusätzliche Polizeipräsenz
Neben Halloween ruft die Initiative "Gen Z regelt" am 31. Oktober bundesweit zu Protesten auf. Die Teilnehmer wollen unter anderem für bessere Bildung, ein bezahlbares Leben und gegen eine Wehrpflicht demonstrieren. In NRW gibt es Züge in Düsseldorf, Köln, Bonn, Dortmund, Essen und Aachen.
Die Polizei soll mit möglichst vielen Einsatzkräften Präsenz zeigen und bei Gewalt konsequent eingreifen. NRW-Innenminister Herbert Reul (74, CDU) kündigte ein hartes Vorgehen an: "Wer in Nordrhein-Westfalen Proteste missbraucht, um Hass und Chaos zu organisieren, der wird auf eine Polizei treffen, die robust dagegenhält."
Konkrete Hinweise auf geplante Gewalttaten liegen der Polizei laut Innenministerium bislang allerdings nicht vor.
Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa
