SEK-Einsatz in Ingolstadt: Blutverschmierter Mann mit Messer unterwegs

Ingolstadt - Am Dienstagnachmittag ist es in Ingolstadt zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen.

Ein Beamter einer Spezialeinheit der Polizei steht im Ingolstädter Stadtteil Mailing.
Ein Beamter einer Spezialeinheit der Polizei steht im Ingolstädter Stadtteil Mailing.  © vifogra / Schmelzer

Wie das zuständige Polizeipräsidium mitteilte, gingen gegen 13.30 Uhr mehrere Notrufe ein: Ein blutverschmierter Mann mit einem Messer in der Hand sei im Ingolstädter Stadtteil Mailing unterwegs.

Die Polizei stellte vor Ort tatsächlich einen verletzten, blutenden Mann fest, der ein Messer bei sich trug. Laut ersten Erkenntnissen handelte es sich um einen 25-jährigen Ingolstädter.

Der Mann wurde mit Hilfe eines Sondereinsatzkommandos festgenommen. Er befindet sich derzeit in ärztlicher Behandlung.

Eine Gefahr für die Bevölkerung habe laut Polizei zu keinem Zeitpunkt bestanden.

Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat die Ermittlungen, insbesondere zu den noch völlig unklaren Hintergründen, übernommen.


Update 16.50 Uhr: Weitere Details zur Festnahme in Ingolstadt

Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, konnte der 25-Jährige zunächst nicht dazu bewegt werden, das Messer aus der Hand zu legen. Auch Warnschüsse und Pfefferspray zeigten keinen Erfolg.

"Es hat ihn nichts dazu bewegen können, dieses Messer wegzulegen", schilderte der Polizeisprecher. "Er hat auch nicht auf Pfefferspray reagiert, was sehr ungewöhnlich ist, aber durchaus mal vorkommt bei Menschen in psychischen Ausnahmesituationen."

Erst die Kombination aus Verhandlungsgruppe, Spezialeinsatzkommando und Warnschuss habe den Ingolstädter bewegen können, sich helfen zu lassen.

"Es scheint so, als dass sich der junge Mann selbst ziemlich heftige Schnittverletzungen beigebracht hat."

Die Festnahme selbst sei gewaltfrei abgelaufen.

Update 19.11 Uhr: 25-Jähriger verletzte sich selbst schwer am Hals

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord nun mitteilte, hatte sich der 25-jähriger Ingolstädter im elterlichen Wohnhaus selbst erhebliche Schnittverletzungen am Hals zugefügt. Im Anschluss verließ er stark blutend mit einem Messer in der Hand das Haus und lief durch das Wohngebiet in Mailing.

Eine vorläufige Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung wurde angeordnet.

Titelfoto: vifogra / Schmelzer

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