Spaziergänger findet roten Ferrari in Wald
Kloster Lehnin (Potsdam-Mittelmark) - Ein Spaziergänger ist am Mittwochmorgen nichts ahnend durch ein Waldstück nahe dem Kloster Lehnin gewandert und hat dabei eine ungewöhnliche Entdeckung gemacht.
In dem Wäldchen an der Landstraße 86 zwischen Damsdorf und Lehnin stand er gegen 7.44 Uhr nämlich plötzlich vor einem roten Ferrari, wie ein Sprecher der Polizeidirektion West am Donnerstag mitteilte.
Allerdings war weit und breit kein Besitzer zu sehen. Zudem waren an dem Sportflitzer keine Kennzeichen angebracht.
Obendrein entdeckten die Beamten vor Ort diverse Beschädigungen im Wageninneren, die darauf hindeuteten, dass der Bolide zuvor geklaut wurde.
Und richtig: Der Verdacht bestätigte sich nach Rücksprache mit dem Nutzer des Fahrzeugs, der erst durch die Polizei von dem Diebstahl erfuhr.
Bei dem Luxus-Flitzer handelte es sich nämlich um einen Leihwagen, der nach Aussage des Mieters in der Nacht zuvor auf einem Parkplatz in Berlin abgestellt worden war.
An dem Sportwagen entstand nach Schätzung der Polizei ein Sachschaden in Höhe von mehr als 300.000 Euro. Wahrscheinlich hatte sich ein Langfinger das Gefährt für eine kleine Spritztour nach Brandenburg geschnappt und dann in dem Waldstück abgestellt.
Die Einsatzkräfte kassierten den Ferrari zur Beweissicherung ein und fertigten eine Strafanzeige an. Die weiteren Ermittlungen werden von der Kriminalpolizei geführt.
Titelfoto: Roland Weihrauch/dpa
