Sprayer erwischt: Graffiti-Aktion sorgt für mehr als 1100 Minuten Verspätung

Petershausen - Im oberbayerischen Landkreis Dachau sollen drei Männer am späten Samstagabend eine abgestellte S-Bahn großflächig mit Graffiti besprüht haben. Zwei Tatverdächtige nahm die Bundespolizei wenig später fest.

Drei Männer sollen in Petershausen eine abgestellte S-Bahn auf rund 40 Quadratmetern mit Graffiti besprüht haben. Zwei Verdächtige wurden von der Polizei gefasst. (Symbolfoto)  © Bundespolizei München

Wie die Bundespolizei am Montag mitteilte, beobachteten drei Mitarbeiter der DB Sicherheit gegen 22.35 Uhr, wie sich die Beschuldigten in einen Abstellbereich für S-Bahnen begaben.

Dort besprühten sie offenbar einen Zug auf einer Fläche von insgesamt rund 40 Quadratmetern. Die Mitarbeiter verständigten daraufhin die Bundespolizei.

Bei der anschließenden Fahndung kam auch ein Polizeihubschrauber der Bundespolizeifliegerstaffel Oberschleißheim zum Einsatz.

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"Einsatzkräfte konnten zwei der mutmaßlichen Sprayer, einen 31-jährigen und einen 29-jährigen spanischen Staatsangehörigen, unweit des Tatortes vorläufig festnehmen", teilte die Bundespolizeiinspektion München mit.

Dem dritten Tatverdächtigen gelang die Flucht. Seine Identität ist bislang nicht bekannt. Die Fahndungsmaßnahmen hatten erhebliche Folgen für den Bahnverkehr.

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Über 1160 Minuten Verspätung: 27 Züge von Polizeieinsatz betroffen

Die Verdächtigen besprühten offenbar einen Zug auf einer Fläche von insgesamt rund 40 Quadratmetern. (Symbolfoto)  © 123rf/danflcreativo

Die Strecke zwischen Paindorf und Petershausen musste zuerst von 22.45 Uhr bis 0.16 Uhr, dann später nochmals für wenige Minuten gesperrt werden.

"Insgesamt waren 27 Züge betroffen, bei denen sich die Verspätungen auf zusammen 1166 Minuten summierten." Den Sachschaden durch die Graffiti beziffert die Bundespolizei auf rund 2600 Euro.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die beiden Männer wieder auf freien Fuß gesetzt.

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Da beide keinen Wohnsitz in Deutschland haben, wurde eine Sicherheitsleistung von 372 Euro erhoben und ein Zustellungsbevollmächtigter benannt.

Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts der Sachbeschädigung. Gleichzeitig laufen die Ermittlungen zur Identität des dritten Beteiligten weiter, der nach der Tat bislang unerkannt entkommen konnte.

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