Steine auf Gleisen sorgen bei mehreren Zügen in Sachsen für Verspätungen
Chemnitz/Frankenstein - Auf der Bahnstrecke Dresden-Chemnitz wurden am Mittwoch Dutzende Schottersteine auf die Schienen gelegt. Es kam deshalb bei mehreren Zügen zu Verspätungen.
Wie die Bundespolizei mitteilte, hatte sich die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn gegen 15 Uhr bei den Bundespolizisten in Chemnitz gemeldet, weil direkt am Bahnhof Frankenstein (Landkreis Mittelsachsen) mehrere Schottersteine auf die Schienen aufgelegt wurden.
Eine einfahrende Regionalbahn hatte bereits einen Stein überfahren. Die Polizei machte sich daraufhin sofort auf den Weg zu dem Haltepunkt. Der Zug blieb derweil im Bahnhof.
Im weiteren Verlauf sollen noch mehr Steine aufgelegt worden sein. Insgesamt stellten die Beamten 82 Schottersteine fest, die auf den Gleisen verteilt lagen.
Da die Regionalbahn ohnehin in dem Bahnhof halten wollte, war der Fahrzeugführer mit geringerer Geschwindigkeit unterwegs und konnte die Bahn schnell stoppen. "Trotz dessen wurde eines der Räder beschädigt", so die Bundespolizei.
Der Zug setzte seine Fahrt schließlich gegen 15.50 Uhr in Richtung Chemnitz fort. Als Folge der Steinattacke kam es bei fünf Zügen zu 120 Minuten Verspätung.
Bundespolizei sucht Zeugen
Tatverdächtige wurden vor Ort nicht mehr festgestellt. Deshalb bittet die Bundespolizei um Zeugenhinweise. Wem sind am Mittwochnachmittag Personen aufgefallen, die Steine auf die Schienen gelegt haben?
Wer Angaben zu dem Vorfall machen kann, wird gebeten sich unter der Telefonnummer 0371/337830 bei der Bundespolizei in Chemnitz zu melden.
Die Bundespolizei warnt in dem Zusammenhang vor solchen Aktionen. Was oft als Unfug oder Mutprobe beginnt, ist ein gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr. In der Folge kann es zu schweren Unfällen, entgleisten Zügen oder herumfliegenden Trümmerteilen als Wurfgeschoss kommen.
Titelfoto: Bundespolizei
