Wolmirstedt - Mitten durch eine Wohnsiedlung und das mit bis zu 100 Kilometer pro Stunde! Ein Mercedes-Fahrer hat sich am Mittwochabend bei Wolmirstedt (Landkreis Börde) eine gefährliche Verfolgungsfahrt mit der Polizei geliefert. Anschließend verschwand der Mann spurlos.
Gegen 23.15 Uhr wollten die Beamten den Autofahrer kontrollieren, teilte das Polizeirevier Börde mit. Doch als dieser den Streifenwagen bemerkte, drückte er plötzlich aufs Gaspedal.
Selbst Blaulicht und Martinshorn konnten ihn nicht stoppen.
Besonders gefährlich wurde es in einer Wohnsiedlung in Elbeu. Dort raste der Unbekannte mit bis zu 100 Sachen durch die Straßen und setzte seine Flucht unbeirrt fort.
Schließlich bog der Mercedes auf einen Feldweg ab. Für einen kurzen Moment verloren die Polizisten den Wagen aus den Augen.
Als sie ihn wenig später entdeckten, folgte die Überraschung: Das Auto stand verlassen am Weg. Vom Fahrer fehlte jede Spur.
Offenbar hatte es der Flüchtige ziemlich eilig. Nicht nur der Wagen war unverschlossen, auch der Schlüssel steckte noch im Zündschloss.
Flucht geglückt? Polizei findet Hinweise im Mercedes
Sofort suchten die Beamten die Umgebung ab. Sogar ein Polizeihubschrauber kreiste auf der Suche nach dem Mann über dem Gebiet. Doch der Flüchtige blieb verschwunden.
Bei der anschließenden Untersuchung des Mercedes kam dann noch mehr ans Licht. Die Kennzeichen am Wagen waren gefälscht.
Außerdem fanden die Polizisten mehrere Dokumente, die auf einen 36-Jährigen als möglichen Fahrer hindeuten.
Ob dieser tatsächlich am Steuer saß und wo er sich nach seiner Flucht versteckt, müssen nun die weiteren Ermittlungen zeigen.