Dresden - Betrüger treiben derzeit in Sachsen immer öfter ihr Unwesen! Nachdem zuletzt zwei ältere Frauen im Landkreis Bautzen Schwindlern zum Opfer gefallen sind, haben Betrüger nun versucht, Senioren aus Dresden und Freital übers Ohr zu hauen. In einem Fall war die Masche erfolgreich.
Am Samstagvormittag wurden Beamte darüber informiert, dass ein 86-Jähriger aus Freital von Online-Betrügern hereingelegt wurde. Über einen Messaging-Dienst hatten die Täter über einen längeren Zeitraum hinweg Kontakt mit dem Senioren aufgebaut und so sein Vertrauen gewonnen.
Die Schwindler gaukelten ihm vor, in finanziellen Schwierigkeiten zu stecken, und baten ihn wiederholt um Hilfe. Solange, bis sich der ältere Mann erweichte, die gewünschten Guthabenkarten zu beschaffen.
Die dazugehörigen Codes schickte er anschließend den Tätern. So brachten sie den 86-Jährigen in Summe um gut 4000 Euro.
Noch am selben Tag wurde die Dresdner Polizei über einen zweiten Betrugsfall informiert. Eine 81-jährige Frau erhielt auf ihrem Computer eine vermeintliche Fehlermeldung und obendrein den Hinweis, eine angebliche Service-Nummer telefonisch zu kontaktieren.
Tankstellen-Mitarbeiterin verhindert Betrug an Dresdner Seniorin
Daraufhin telefonierte die ältere Frau mit einem angeblichen Support-Mitarbeiter, der ihr erklärte, zur Behebung des Problems einen Fernzugriff auf ihren Computer zu benötigen. Für die vermeintliche Reparatur forderte er zusätzlich eine Zahlung von 400 Euro.
Zu diesem Zweck wollte die 81-Jährige in einer Tankstelle Gutscheinkarten kaufen, um die jeweiligen Codes an den Schwindler zu schicken. Eine Mitarbeiterin erkannte jedoch die Betrugsmasche und alarmierte sofort die Polizei und verhinderte somit, dass die Seniorin über den Tisch gezogen wurde.