Vermummte Eintracht-Chaoten lauern Darmstadt-Fans auf: Polizei verhindert Eskalation

Bickenbach - Das hessische Derby im DFB-Pokal zwischen Darmstadt 98 und der Eintracht aus Frankfurt lässt Fan-Herzen bereits jetzt höher schlagen. Einige Störenfriede sehen das Fußball-Highlight aber wohl eher als Anlass, um für Ärger zu sorgen.

Wenn Darmstadt 98 und Eintracht Frankfurt aufeinandertreffen, ist auf und neben dem Platz jede Menge los. (Archivfoto)
Wenn Darmstadt 98 und Eintracht Frankfurt aufeinandertreffen, ist auf und neben dem Platz jede Menge los. (Archivfoto)  © dpa/Boris Roessler

Der SVD hatte am Freitag gerade mit einem überzeugenden 4:0-Erfolg über den SV Sandhausen seine Serie von 18 ungeschlagenen Ligapartien in Folge fortgeführt. Auch eine größere Gruppe von rund 250 Lilien-Fans, die sich gegen 22.50 Uhr in einem Zug auf der Heimreise aus Baden-Württemberg befand, hatte allen Grund zum Feiern.

Doch eben diese Partylaune, die die Lust auf das am Dienstagabend (7. Februar, 20.45 Uhr) bevorstehende Hessen-Derby gegen die SGE weiter befeuerte, sollte plötzlich einen mächtigen Dämpfer erhalten.

Denn wie ein Sprecher des südhessischen Polizeipräsidiums mitteilte, lagen den Ordnungshütern Hinweise darauf vor, dass eine größere Gruppe von Anhängern eines Bundesligaklubs aus dem Rhein-Main-Gebiet am Bahnhof Bickenbach auf die siegreichen Heimkehrer wartete, um diese dort gewaltsam zu attackieren.

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Daraufhin entsandte die Polizei ein größeres Aufgebot von rund 30 Streifen, das einer möglichen Gewalt-Eskalation vorbeugen sollte. In der Unterführung des Bahnhofs in Bickenbach konnten die Ermittler tatsächlich die gemeldete Personengruppe, bestehend aus etwa 80 bis 100 vermummten Personen, ausfindig machen.

Diese ergriff umgehend die Flucht, wobei 30 von ihnen aber von den Beamten dingfest gemacht werden konnten. In ihren Autos fanden sich Utensilien wie Lederhandschuhe und Bandagen, die die gewalttätigen Absichten noch befeuerten. Wie sich zudem bestätigte, soll es sich bei den Rowdys um Anhänger von Eintracht Frankfurt gehandelt haben.

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Alle Aggressoren wurden des Platzes verwiesen und während der Heimreise von der Polizei eskortiert. Zudem wurde ein Ausstieg am Bahnhof Bickenbach verwehrt.

Letztlich zeigten die Beamten auch am Darmstädter Hauptbahnhof verstärkte Präsenz, sodass die Lilien-Fans sicher nach Hause gelangen konnten.

Titelfoto: dpa/Boris Roessler

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