Vermummte hängen Banner vor Bonner Flüchtlings-Einrichtung auf: Staatsschutz ermittelt

Bonn - Nachdem etwa ein Dutzend Vermummte in Bonn lautstark Parolen skandiert und ein mutmaßlich rechtsorientiertes Banner vor einer Erstaufnahmeeinrichtung aufgehängt haben, hat der Staatsschutz Ermittlungen aufgenommen. Die Polizei ist zudem auf der Suche nach Zeugen.

Etwa acht bis zwölf Vermummte sollen am Sonntag ein Banner vor einer Bonner Flüchtlingseinrichtung aufgehängt haben. (Symbolbild)
Etwa acht bis zwölf Vermummte sollen am Sonntag ein Banner vor einer Bonner Flüchtlingseinrichtung aufgehängt haben. (Symbolbild)  © Boris Roessler/dpa

Wie ein Polizeisprecher mitteilte, hatte der Sicherheitsdienst einer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge an der Ermekeilkaserne am Sonntagmittag gegen 11.20 Uhr eine Gruppe junger vermummter Männer beobachtet.

Demnach hatten die bislang Unbekannten vor dem Eingangstor zwei Bauzaunelemente aufgestellt und ein Banner befestigt, auf dem "Zäune hoch/Anträge runter" gestanden hatte.

"Die Unbekannten sollen dabei auch lautstark Parolen skandiert haben und gingen anschließend in Richtung Bonner Talweg davon", erklärte der Sprecher. "Mehrere Zeugen schilderten, dass es sich um acht bis zwölf schwarz gekleidete Männer gehandelt haben soll, die alle identische weiße Schlauchschals trugen."

Bote attackiert, Passanten bedroht: Spezialkräfte nehmen Mann mit Stichwaffe fest
Polizeimeldungen Bote attackiert, Passanten bedroht: Spezialkräfte nehmen Mann mit Stichwaffe fest

Bei Eintreffen der ersten Beamten vor Ort sei die Gruppe nicht mehr vor Ort gewesen. Eine Fahndung im Nahbereich habe ebenfalls nicht mehr zum Antreffen der Vermummten geführt, wie es hieß.

Die Ordnungshüter hängten das Banner ab, stellten es sicher und nahmen Ermittlungen wegen des Verdachts der Durchführung einer Versammlung ohne Anzeige auf.

Ermittler des Staatsschutzes der Bonner Polizei bitten nun um weitere Hinweise. Wer die Gruppe beobachtet hat und möglicherweise Angaben zur Identität der Männer geben kann, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 0228/150 oder per E-Mail mit den Ermittlern in Verbindung zu setzen.

Titelfoto: Bildmontage: Boris Roessler/dpa

Mehr zum Thema Polizeimeldungen: